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Den Menschen verstehen

DVD: Geliebte Feindinnen

Ein Film über die ganz besondere Beziehung zwischen Mutter und Tochter

"Du bist wie deine Mutter!" – einen solchen Satz hört eine Tochter gar nicht gern. Vor allem dann nicht, wenn die Mutter eine bekannte Künstlerin ist wie bei den Protagonistinnen der Dokumentation "Geliebte Feindinnen".

Jede Frau will selbstverständlich als eigenständige Persönlichkeit wahrgenommen werden und nicht als "Tochter von ...".

Generell gelten Mutter-Tochter-Beziehungen, das bestätigen Psychoanalytiker immer wieder, häufig als schwierig, als oszillierend zwischen Liebe und Hass. Mit ihrem Film ist es den Autorinnen gelungen, diese Spannungen exemplarisch deutlich zu machen. Er kreist um wichtige Lebensabschnitte wie Erwachsenwerden und Alter, um Themen wie Abgrenzung und generationenübergreifende Verhaltensweisen.

Mit Ernsthaftigkeit, mitunter auch mit Humor stellen sich die Mütter die Frage, was sie an ihre Töchter weitergegeben haben, welche Erfahrungen sie ihnen ersparen möchten und wo sie sich in ihnen wiedererkennen.

Die Berliner Avantgardekünstlerin Käthe Kruse etwa berichtet, sie habe unbewusst die gleichen Erziehungsmuster angewendet wie ihre eigene Mutter – und sei sogar eher noch strenger. Die Töchter der Künstlerin, beide im Jugendalter, erzählen, dass sie ihre Mutter manchmal regelrecht hassten: wenn die ihnen das Gefühl gebe, nichts wert zu sein, nur das Negative an ihnen sehe und gute Leistungen selbstverständlich hinnehme. Und doch liebten sie ihre Mutter.

Ein Film über die ganz besondere Beziehung zwischen Mutter und Tochter.

DVD: Geliebte Feindinnen

Als Sonderedition ist die aktuelle Ausgabe auch mit DVD erhältlich

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