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Thailand Update Bangkok

Thailands Neun-Millionen-Metropole kann alles: hypermodern und traditionell, meditativ und extrovertiert, teuer und günstig. Eine im besten Sinne wilde Stadt, in der Entdeckungsreisen nie zu Ende gehen
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In den Seitenarmen des Chao Phraya lässt sich erahnen wie ursprünglich der Flusslauf einst gewesen sein muss

Dschungel in der Stadt

Ja, Bangkok gibt es auch in Grün: Erstaunlich erholsame Streifzüge durch Gärten, Parks und Mangrovenwälder inmitten der City...

Klong-Tour: Die Seitenarme des Chao Phraya entdecken

Kopf einziehen! Der Bootsführer meint es ernst, denn an manchen Stellen der Klong-Tour tuckert das Langheckboot ziemlich knapp unter den schmalen Fußgängerbrücken hindurch, vorbei an verwilderten Gärten und auf Stelzen gebauten Thai-Häusern aus Holz.

Was es sonst noch zu entdecken gibt in den schmalen Seitenarmen des mächtigen Chao Phraya? Alte Tempel, die fast komplett von Wasser umgeben sind, kleine Nachbarschaftsrestaurants und ein traditionelles Bangkok, das den meisten Reisenden verborgen bleibt.

Die Zwei-Stunden-Tour kostet rund 35 € pro Person (inkl. Snacks und Getränken), buchbar unter www.tinyurl.com/co-canaling, tägl. um 10 Uhr

Fahrradtour: Mit dem Thai-Guide durch den Großstadtdschungel

Jetzt besser nicht nach rechts und links schauen, denn an manchen Stellen ist der auf ein bis zwei Meter hohen Stelzen gebaute Betonweg ziemlich eng und wacklig. Die geführte Radtour führt den Fluss entlang durch das Viertel Bang Krachao, besser bekannt als "Bangkoks grüne Lunge".

Vorbei an zahlreichen kleinen Siedlungen radelt die Gruppe auf ihrer 22-Kilometer-Tour aber auch mitten durch die Mangrovenwälder im Landkreis Phra Pradaeng. Fast könnte man vergessen, dass dieser Dschungel mitten in einer Metropolregion liegt.

Die etwa vierstündige Radtour kostet rund 32 € pro Person (inkl. Snacks, Getränken, Überfahrten, Helmen und Rädern), buchbar unter www.tinyurl.com/thai-bike

Streifzug durch Chatuchak:

Wer Erholung und Natur sucht, muss nicht zwangsläufig an die Ufer des Chao Phraya fahren. Der Stadtteil Chatuchak bietet mehr Grün als viele andere Viertel. Hier erstreckt sich nicht nur einer der weltgrößten Open-Air-Wochenendmärkte mit einem riesigen Pflanzenangebot. Gleich um die Ecke liegen auch der Chatuchak-Park und der Wachirabenchathat-Park.

Dazwischen bieten Händler Gartenmöbel aus Holz, überdimensionale Hängematten und knallbunte Zierfische an. Wenn die Geschäfte am Abend schließen, öffnet donnerstags bis sonntags Bangkoks populärer Nachtmarkt JJ Green. An der MRT Chatuchak Park oder SkytrainStation Mo Chit aussteigen und das Viertel zu Fuß erkunden. Oder sich mit dem Motorrad-Taxi (von den Haltestellen aus) einmal durch den ziemlich großen Stadtteil fahren lassen.

Wochenendmarkt: www.chatuchak.org; JJ Green: Kamphaeng Phet 3 Road, www.jjgreen.com

Wimanmek-Palast: Königlich entspannen

Perfekt gepflegte Gärten, alte Bäume, schmale Kanäle und mittendrin das "himmlische Wolkenschloss". So nennen Thais den Wimanmek-Palast, das größte Teakholzgebäude der Welt. Um die Jahrhundertwende residierte hier zeitweise König Chulalongkorn.

Heute wird die Anlage im Stadtteil Dusit von Reisenden aus der ganzen Welt bestaunt und von erholungsbedürftigen Großstädtern als Park genutzt. Einzige Einschränkung: Wer zu viel Haut zeigt, muss sich am Eingang für rund 2,50 Euro Shirt oder Wickelrock kaufen.

16 Rajvithi Road, Tel. 026 28 63 00, www.vimanmek.com

Es tut sich viel rund um den einst so verrufenen Fluss Chao Phraya. Wir zeigen, wo es sich lohnt auf Entdeckungstour zu gehen

Leben am Fluss

Jahrzehntelang galten die alten Viertel am Fluss Chao Phraya als schmutzig und unterentwickelt. Heute entsteht hier neben modernen Wolkenkratzern das IconSiam, die mit Abstand g rößte Shoppingmall der Stadt. Überall an den Ufern lässt sich Neues entdecken: kleine Hotels, nostalgische Restaurants, schwimmende Kunstgalerien und ein flirrender Nachtmarkt...

Der Dreh- und Angelpunkt: Saphan Taksin Pier

Am Saphan Taksin Pier hält nicht nur die BTS-Schnellbahn. Hier legen auch viele Fähren ab, die den Chao Phraya entlangtuckern. Welche wohin fährt, erkennt man an den bunten Fahnen an Deck. Tafeln am Pier verzeichnen die Routen der Fähren. Von hier legen übrigens auch alle paar Minuten kostenlose Shuttle-Boote ab, die Passagiere zum Pier des etwa 10 Minuten entfernt liegenden Nachtmarkts Asiatique The Riverfront schippern.

Die Fähren ab Saphan Taksin Pier verkehren täglich zwischen 6 und 19.30 Uhr, ein reguläres Ticket kostet knapp 50 Cent. Mehr Fähren: www.tinyurl.com/bangkok-faehren

Kreative Spielwiese: Jam Factory

Der Architekt Duangrit Bunnag hat auf einem umgebauten Fabrikgelände mit alten Industriehallen einen Spielplatz für die Kreativen der Stadt geschaffen – die Jam Factory. Dort finden sich ein Designershop für moderne Thai-Möbel, eine g emütliche Buchhandlung, eine Fotogalerie, eine OutdoorBar und das The Never Ending Summer, ein Restaurant für moderne asiatische Küche. An den Wochenenden finden auf der Wiese vor der Galerie kleine Konzerte und manchmal auch Kreativmärkte statt.

41/5 Charoen Nakhon Road, Tel. 028 61 09 50, www.facebook.com/TheJamFactoryBangkok

Nachtmarkt 2.0: Asiatique The Riverfront

Exotisch und schillernd, aber auch laut und eng sind die Nachtmärkte in Bangkok. Die entspannte Alternative mit gehobenen Restaurants, Bars mit Livemusik und dem größten Riesenrad Thailands heißt Asiatique The Riverfront. Ein Shoppingkomplex, der einem traditionellen Thai-Nachtmarkt nachempfunden ist. Bei Regen schützen Dächer die Besucher, bei Hitze brummen die Klimaanlagen der unzähligen kleinen Geschäfte, die Kunsthandwerk, junge Mode oder Vintagemöbel aus Holz im Angebot haben.

2194 Charoen Krung Road, Tel. 021 08 44 88, www.thaiasiatique.com

Royaler Luxus: Chakrabongse House

In diesem Anwesen residierte früher der thailändische Prinz Chula Chakrabongse, heute leisten sich vor allem Nostalgiker die nicht gerade günstigen Zimmer. M. R. Narisa, die Tochter des royalen Historikers, bewirtet in dem 1908 gebauten Anwesen Gäste mit klassischen Thai-Gerichten. Die Rezepte stammen aus dem gut gehüteten Kochbuch der königlichen Familie. Wer in dem exklusiven Mini-Gartenrestaurant mit Blick auf den berühmten Tempel Wat Arun speisen möchte, sollte reservieren.

396 Maharaj Road, hinter dem Tempel Wat Pho gelegen, Tel. 08 98 10 04 98, www.chakrabongsedining.com

Tanzen am Pier:

Lässige, elektronische Musik vom DJ, Interieur von Thai-Designern und internationale Cocktailklassiker vom Barkeeper – auf der gemütlichen Veranda der Szenebar Viva & Aviv treffen sich Musiker, Künstler oder Thai-TV-Sternchen zum gemeinsamen Sundowner am Pier, gleich neben dem Sheraton Hotel.

Besonders an den Wochenenden wird es hier ziemlich eng. Allerdings nur bis Mitternacht, dann gehen Lichter und Musik ziemlich schnell aus. Ärger mit den Nachbarn, sagt der Barkeeper und zuckt mit den Schultern.

River City, 23 Trok Rongnamkhaeng, Yota Road, Tel. 026 39 63 05, www.vivaaviv.com

Auf Mini-Kreuzfahrt:

Wer die Perspektive wechseln möchte, bestaunt das glitzernde Bangkok bei einem Schiffsdinner vom Wasser aus. Die luxuriöse Alternative zu den vielen Party-Ausflugsschiffen mit lauten Schlagerbands und überfüllten Decks: eine Tour auf einer antiken, holzgetäfelten Reisbarke mit authentischem sechsgängigen Thai-Food-Menü und nostalgischem Ambiente. Auf Wunsch gibt es einen kostenlosen Shuttle- Service vom und zum Hotel. Mit rund 60 € pro Person zwar recht teuer, aber auch deutlich besser als andere Anbieter.

Täglich zwei Abfahrten (17.50 und 20.15 Uhr) vom Pier des Hotels Millenium Hilton, www.tinyurl.com/river-dinner

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