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Eigentlich ist der Kea ein eher unauffälliger Papagei mit olivfarbenem Gefieder. Erst im Flug wird seine ganze Farbenpracht sichtbar. Dass Fotograf Steffen Sailer („sailer“) das derart kunstvoll festhalten konnte, war uns eine Auszeichnung wert.

Um diese Aufnahme einer Eisgrotte machen zu können, musste User „gunarstreu“ selbst tief in die kalte Enge klettern. Seine Mühe hat sich gelohnt. Die von ihm festgehaltenen magischen Blauschattierungen katapultierten ihn in die Top Ten.

Schon oft gesehen und oft fotografiert: Milford Sound. Doch durch ihre besonders gelungene Bildkomposition stach die Momentaufnahme von User „steffu“ der Bildredaktion dennoch ins Auge.

User „Roland.Hank“ hat sich für das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland als Motiv entschieden. Einen Pluspunkt gab es für dramatischen Himmel und das Spiel aus Licht und Schatten, das den im Wasser gelösten Schwefel noch besser zur Geltung kommen lässt.

Ein Sonnen beschienenes

Plätzchen hat sich dieser junge Seehund ausgesucht. Ein guter Kontrast aus weichem Fell und schroffem Felsen. Fotografin ist Sandra Pichler, Username „pisa“.

Das Foto von Stefan Fuchs, „steffu“, fängt einen Sommertag an der Cathedral Cove, wie ihn Einheimische und Touristen lieben, besonders gut ein.

Eisklettern und nur wenig später zum Surfen ans Meer, das ist in Neuseeland leicht zu machen. Eine Aufnahme von User „gunarstreu“, die durch ihre Größenverhältnisse überzeugt.

Hier waren es vor allem die Farben, die uns an dieser Aufnahme nicht vorbeischauen ließen. Gekonnt eingefangen hat die Vulkanlandschaft im Tongariro Nationalpark die Userin „hardy76“.

Eine Wohltat für die Augen. Diese vortreffliche Langzeitbelichtung an den Matai Falls ist dem User „gunarstreu“ gelungen.

Das Konzentrat von Neuseeland: grüne Wiesen, weiße Schafe und ein azurblauer See. User „steffu“ hat es bei Glenorchy in ein Foto gefasst.

Oft stand beim Thema Neuseeland die Tierwelt Modell – wie der Kea, den Steffen Sailer im Beuteflug ablichtete. Der Papagei ging leer aus, nicht so Sailer. Er wurde zum Sieger gekürt und erzählt im Interview, wie sein Foto zustande kam.

GEO Special: Herr Sailer, der Kea auf Ihrem Foto ähnelt einem Raubvogel im Sturzflug. Auf welche Beute hatte er es abgesehen?

Steffen Sailer: Auf einen Scheibenwischer. Meine Frau und ich hatten gerade einen Parkplatz im Fiordland-Nationalpark angesteuert, wo sich viele Keas tummelten. Die sind Menschen gewohnt und ziemlich frech. Einer hat den Wohnwagen neben uns angeflogen.

Die ausgezeichneten Fotos

GEO Special: Der Kea ist dafür bekannt, besonders neugierig zu sein.

Steffen Sailer: Weniger freundlich ausgedrückt: Er macht sich an alles, was nicht niet- und nagelfest ist. Dreimal hat er den Wohnwagen attackiert und erst dann das Interesse verloren. Ein neuseeländischer TÜV.

GEO Special: Und hat auch Ihr Auto die Inspektion überstanden?

Steffen Sailer: Unser Jeep ist grün, der Kea hat sich mehr für weiße Fahrzeuge interessiert. Was für meine Aufnahme ideal war, denn deren Lack hat das Licht hervorragend reflektiert. Das wiederum brachte die Gefiederfarben so schön zum Leuchten.

Das Siegerfoto

GEO Special: Was haben Sie in Neuseeland gemacht?

Steffen Sailer: Neuseeland war das erste Ziel unserer Weltreise. Seit Januar 2008 sind meine Frau und ich unterwegs. Momentan in Kanada.

GEO Special: Fotografie ist Ihre gemeinsame Leidenschaft?

Steffen Sailer: Eigentlich bin ich Entwicklungsingenieur, aber seit 20 Jahren fotografiere ich in jeder freien Minute. Und die Sehnsucht, öfters draußen und mit der Natur verbunden zu sein, wurde immer stärker. So stark, dass wir schließlich unsere Jobs aufgegeben und einen Geländewagen zum Wohnmobil umgebaut haben. Da war mein alter Beruf wenigstens zu etwas nütze. Jetzt schlafen wir in unserem Wagen, haben Platz für die Fotoausrüstung und auch eine Büroecke mit Computer und Drucker.

GEO Special: Wie lange dauert Ihre Weltreise noch?

Steffen Sailer: Bis das Geld aus ist.