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Exorzismus Papst­-Franziskus-­Effekt: Nachfrage nach Teufelsaustreibungen steigt

„Intelligent“, ein „Trickbetrüger“ und „alles andere als ein Relikt“: Dass die Nachfrage nach Teufelsaustreibungen zunimmt, liegt auch an der Haltung des Papstes
Papst

"Der Teufel existiert auch im 21. Jahrhundert, und wir müssen von der Bibel lernen, wie wir ihn bekämpfen können“, predigt Papst Franziskus.

"Der Teufel existiert auch im 21. Jahrhundert, und wir müssen von der Bibel lernen, wie wir ihn bekämpfen können“, predigt Papst Franziskus. Der Teufel, warnt er, sei „intelligent“, ein „Trickbetrüger“ und „alles andere als ein Relikt“. Viele Katholiken nehmen Franzis­kus’ Botschaft offenbar ernst.

In meh­reren europäischen Ländern hat die Nachfrage nach Teufelsaustreibungen zugenommen, etwa in Großbritannien und Spanien. Vor allem aber in Italien scheint dieser Papst­-Franziskus-­Effekt zu wirken: 500 000 Gläubige bitten ihre Priester dort jährlich um Teufelsaustreibungen, in Mailand verdoppelte sich deren Zahl, in Rom richtete die Kirche eine Hotline ein. Die Diözesen beider Städte haben die Zahl ihrer Priester, die Exorzismen durchführen, aufgestockt. 

Die italienische Tageszeitung „La Stam­pa“ spricht von einer „wenig bekannten Industrie, die rasant wächst“. Während des Rituals besprenkeln Exorzisten die vermeintlich Besessenen mit Weihwasser, sprechen dabei Gebete und Bannsprüche. Von Psychiatern wird die Praxis kritisiert, weil sie die Behandlung psychischer Er­krankungen erschwere.

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