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Fotoprojekt EUSA Wer bin ich? Menschen auf Identitätssuche

Europäer lieben es, Rothaut oder Westernheld zu spielen. Amerikaner verkleiden sich als Bajuware oder Wikinger. Warum bloß? Die Fotografin Naomi Harris hat dem fröhlichen Wechselspiel nachgespürt
Fotoprojekt EUSA von Naomi Harris
Was eint, was trennt die transatlantischen Identitätssucher? Fotografin Naomi Harris hat sich diesem Thema mit ihrem Fotoprojekt "EUSA" gewidmet

Winnetou ist Schuld

Mit Winnetou hat alles angefangen, zumindest in Deutschland. Aber vermutlich auch in den Niederlanden und womöglich auch in Schweden. Ohne die Bücher von Karl May würden sich niemals Menschen aus dem sächsischen Elbtal oder dem schwedischen Småland indianische Kostüme nähen, ihre freien Wochenenden in einem Tipi verbringen und Friedenspfeifen schmauchen.

Fünf Jahre lang hat Naomi Harris, kanadische Fotografin mit Wohnsitz in Los Angeles, Europäer besucht, die sich als historische Amerikaner verkleiden, als Ureinwohner, Cowboys, Bürgerkriegssoldaten.

Und auch das Gegenstück auf der anderen Atlantikseite seite hat sie fotografiert: US-Amerikaner, die sich auf europäische Traditionen besinnen. Oder auf das, was sie dafür halten – und holländische Tulpenfeste feiern, norwegische Wikingerfeste, bayerische Wurstfeste. Ihrem transatlantischen Fotoprojekt verpasste Harris ein programmatisches, Kontinente verbindendes Kürzel: "EUSA".

Den ganzen Artikel sowie die vollständige Fotostrecke finden Sie im GEO Magazin Nr. 10/2016 "Stonehenge entschlüsselt".