Logo GEO
Die Welt mit anderen Augen sehen

Unnützes Wissen Zehn schräge Fakten zur Farbe Grün

Die verrückte Ampel von Syracuse, das Rätsel der grün-haarigen Schweden und Andy Warhols Unterhosen: Alles was man über die GEO-Farbe Grün (nicht) wissen muss
Zehn schräge Fakten zur Farbe Grün

Am St. Patrick's Day wird der Chicago River grün gefärbt

Auf unserer Facebook-Seite haben wir in der vergangenen Woche dazu aufgerufen, uns unnützes (oder auch nützliches) Wissen zur GEO-Farbe Grün zu schicken. Die besten Einsendungen, ergänzt um unsere Lieblings-Fun-Facts, haben wir in einer Top-Ten zusammengefasst:

Chicago River

Jedes Jahr am 17. März zelebrieren Iren und irische Emigranten weltweit den St. Patrick’s Day. In Chicago wird zur Feier des Tages sogar der Chicago River grün gefärbt. Lange Zeit benutze man hierfür das Natriumsalz Uranin, inzwischen werden aber pflanzliche Farbstoffe verwendet.

Die Ampel von Syracuse

Apropos Iren! Irische Jugendliche sind dafür verantwortlich, dass in Syracuse im US-Bundesstaat New York eine Ampel verkehrt herum leuchtet. In den 1920er Jahren hatten sich die Rowdys darüber erregt, dass das "britische Rot" über dem "irischen Grün" steht. Deshalb warfen sie die Ampel immer wieder mit Steinen kaputt, bis der Stadt die ständige Reparatur zu teuer wurde. Die Folge: eine Spezial-Ampel, die noch heute oben grün und unten rot leuchtet.

Grüne Säugetiere

Im Gegensatz zu Vögeln, Insekten und Reptilien gibt es keine grünen Säugetiere – zumindest fast. Bei wenigen Affenarten, etwa der Grünen Meerkatze, wird das Fell als oliv oder grünbraun beschrieben. Doch wohl die Wenigsten würden deren eher bräunliches Fell tatsächlich grün nennen. Auch das Fell einiger Faultiere schimmert grün, doch nur weil Algen im Fell wachsen.

Andy Warhols Unterhosen

Der Pop-Art Künstler Andy Warhol soll ausschließlich grüne Unterhosen getragen haben. Diese mussten zudem stets im selben Geschäft gekauft werden. Einige Wissenschaftler vermuten, unter anderem auf Grund dieser Zwanghaftigkeit, dass Warhol das Asperger-Syndrom gehabt habe.

Grünes Blut

Die Vulkanier bei "Star Trek" haben grünes Blut. Im Gegensatz zum menschlichen Lebenssaft enthält das Blut von Mr. Spock und Co. Kupfer anstatt Eisen. Übrigens: Auch einem Erdenmenschen haben Ärzte schon grünes Blut abgenommen. Bei einem Patienten aus Kanada hatten sich Schwefel aus einer Migräne-Arznei mit dem Eisen in seinem Blut verbunden, was die Verfärbung zur Folge hatte.

Grüne Haare

Wo wir gerade bei Kupfer sind: Der Schwede Johan Pettersson erhielt 2012 den Ig-Nobel-Preis für Chemie, weil er herausfand, warum sich die Haare einiger Bewohner der Stadt Anderslöv regelmäßig grün färbten. Des Rätsels simple Lösung: Sie benutzen für ihr heißes Duschbad Wasser aus Kupferrohren. Der Ig-Nobel-Preis wird jedes Jahr von der Harvard Universität für seltsame Forschungsleistungen verliehen.

Mark Zuckerberg

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg wählte die Farbe Blau für sein Netzwerk, weil er an einer Rot-Grün-Schwäche leidet. Das hat er – selbstverständlich – in einem Online-Test herausgefunden.

OP-Kleidung

OP-Kleidung ist grün, weil sie den sogenannten Nachbildeffekt verhindert. Betrachtet man längere Zeit einen bestimmten Farbton und schaut dann auf eine weiße Fläche, sieht man einen Fleck in der Komplementärfarbe. Nach dem Blick in die rote Wunde würde der Chirurg also ein grünes Nachbild sehen. Mit grünem Kittel ist dieser Effekt praktisch ausgeblendet. Allerdings ist das nur einer von vielen Gründen, die für grüne OP-Kleidung sprechen: So ist Grün im Schein der OP-Lampen relativ blendfrei. Außerdem wird der Farbe eine beruhigende Wirkung zugeschrieben.

Green Card

Die erste Green Card, die nach dem Zweiten Weltkrieg ausgestellt wurde, als viele Ausländer in die USA reisten, war tatsächlich aus grünem Papier. Die Farben wechselten jedoch immer wieder.

Frankensteins Monster

Frankensteins Monster ist in dem Original von Mary Shelley keineswegs grün. Die Haut wird in dem Roman als gelblich, wie die einer Leiche, beschrieben. Grün wurde das Monster erst in den frühen 1930ern durch den legendären Film mit Boris Karloff. Zwar wurde der Film in Schwarzweiß gedreht, viele Filmplakate zeigten jedoch ein grünes Monster. Die Geschichte nahm ihren Lauf, als in den 1960er Jahren in der US-Kultserie "The Munsters" eine grün-häutige Persiflage von Mary Shelleys Figur auftrat.

Zusatzfakt: War Coca-Cola wirklich einmal grün?

Einer der beliebtesten Kommentare auf unserer Facebook-Seite war der Fun-Fact, dass Coca-Cola ursprünglich einmal grün gewesen sei. Wir haben versucht diesen Mythos zu belegen. Im Internet fanden wir zwar einige Artikel, in denen von einer grün-schimmernden Cola die Rede ist, als Beweis erschienen uns das jedoch zu wenig. Also haben wir bei Coca-Cola nachgefragt. Die Antwort: "Die Coca-Cola war noch nie grün. Schon 1886 war sie – wie heute immer noch – braun." Woher der Mythos stammt, könne man allerdings nicht sicher sagen. "Eine Möglichkeit: Die Konturglasflasche in den USA hieß aufgrund ihrer leicht grünen Farbe auch "Georgia Green" - eine Referenz an die Heimat der Coke."

Die mehr als 150 Grün-Facts (Stand: 17.11.2014), die wir von unseren Facebook-Fans erhalten haben, gibt es hier.