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Tropenkrankheiten Die Biester sind hier: Tigermücken-Alarm im Süden

Sie sind angekommen: Im Südwesten Deutschlands breiten sich tropische Stechmücken aus, die Erreger gefährlicher Krankheiten übertragen können. Der Kampf gegen die winzigen Invasoren hat begonnen
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Der Klimawandel erleichtert der Asiatischen Tigermücke die Ausbreitung nach Norden. Das aggressive Insekt überträgt das Denguefieber und Chikungunya

Am Ende haben ihn die Tigermücken überlistet, sagt Artur Jöst. Überall hat er auf sie gewartet, an der Autobahn, auf Rastplätzen, Tankstellen, sogar bei Altreifenhändlern. Hat Hunderte von Fallen aufgestellt, um ihren Weg zu verfolgen. Um zu verhindern, dass sie sich vermehren. Doch die Mücken kamen mit dem Zug.

Wie konnte ich die "Rollende Autobahn" übersehen?, fragt sich Jöst. Jedes Jahr werden 50 000 Lastwagen per Bahn von Italien über die Schweiz bis nach Freiburg befördert. Ankunft im Stundentakt. So werden Staus in der Schweiz vermieden, Spediteure sparen Mautgebühren, die Umwelt wird geschont. Ein Transportsystem, das alles berücksichtigt – ausgenommen den blinden Passagier, die Asiatische Tigermücke, zugestiegen in Novara, Norditalien.

Aedes albopictus, die aus Südostasien stammt, gilt als eine der gefährlichsten Mückenarten der Welt. Mehr als 22 Viren kann sie übertragen: darunter das Dengue- und das Chikungunyavirus. Sie steht auch im Verdacht, das Zika- und das Gelbfiebervirus zu verbreiten. Erreger, die manchmal nur leichte Symptome verursachen, wie Fieber oder Gliederschmerzen. Die aber auch Nervenentzündungen oder embryonale Missbildungen auslösen oder sogar töten können.

Neugierig geworden? Den ganzen Artikel findest Du im GEO Magazin 08/2016 "Die Kunst des Loslassens".