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Die Grundlagen des Wissens

Google Doodle Wie Alessandro Volta die Batterie erfand

Die Geschichte der Batterie beginnt mit einem Irrtum: 1791 berichtet der italienische Arzt Luigi Galvani in einer Veröffentlichung von seinen Experimenten mit aufgeschnittenen Fröschen. Deren Schenkel zucken, wenn er sie mit den Enden eines Drahtes berührt, der aus zwei unterschiedlichen Metallen gefertigt ist. Galvani vermutet, dass im Gewebe „tierische“ Elektrizität gespeichert ist. Sobald diese durch einen Draht abfließe, bewegten sich die Beine.

Erst sein Landsmann Alessandro Volta findet die richtige Interpretation: Nicht die Schenkel sind Quelle der Elektrizität, sondern die Metalle. Werden sie mit dem Schenkel verbunden, fließt Strom von einem Metall in das Froschgewebe und anschließend in das andere Metall.

Angeregt durch diese Erkenntnis, schichtet Volta Ende des Jahres 1799 abwechselnd dünne Kupferplatten, in Salzwasser getränkte Pappstücke und Zinkplatten übereinander, bis ein Turm entstanden ist – die „Volta’sche Säule“. Sobald der Forscher die Enden der Säule mit seinen angefeuchteten Fingern berührt, durchzucken ihn leichte Stromschläge. Es ist die erste Batterie.

Deren Prinzip aber erkennen Forscher erst im 19. Jahrhundert: Zink- und Kupferatome lösen sich im Salzwasser. Dabei werden elektrische Ladungsträger (Elektronen) in den Metallplättchen frei. Zink löst sich stärker als Kupfer. Daher entsteht in den Zinkplättchen ein größerer Elektronenüberschuss als im Kupfer. Werden das obere und untere Ende von Voltas Säule mit einem Leiter – etwa einem Draht – verbunden, wandern die überzähligen Elektronen vom Zink zum Kupfer: Es fließt Strom.

Die Erfindung der Batterie markiert den Beginn der Elektrotechnik. Erst diese Quelle kontinuierlichen Stroms ermöglicht es Forschern, die Gesetze des Stroms experimentell zu untersuchen. Noch heute kommen Nachfolger der Volta’schen Säule milliardenfach zum Einsatz – etwa in Fernbedienungen oder Autos. Die größte Batterie der Welt steht derzeit in Fairbanks, Alaska; sie speichert genügend Energie, um eine Kleinstadt für rund 30 Minuten komplett mit Strom zu versorgen.

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Schichten aus Kupfer- und Zinkplättchen sowie in Salzwasser getränkten Pappscheiben bilden Voltas elektrische Säule

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