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Die Grundlagen des Wissens

Mittagsschlaf Warum ein Nickerchen am Tag erstaunliche Energien freisetzen kann

Tagesmüdigkeit versuchen die meisten zu verstecken. Kaum jemand traut sich, im Büro einen Mittagsschlaf zu halten. Dabei ist das Formtief völlig normal. Und ein Nickerchen eindeutig der beste Weg, es zu überwinden
Warum ein Nickerchen am Tag erstaunliche Energien freisetzen kann

Das Formtief überwinden: Bewegung, Kaffee und ein leichtes Mittagessen helfen, der Müdigkeit am Nachmittag vorzubeugen und sie abzumildern. Aber nichts ist so effektiv wie ein kurzes Schläfchen

Tagsüber zu schlafen gilt vielen als Luxus, den sie sich, falls überhaupt einmal, am Wochenende gönnen, wenn sie etwa auf der Couch oder in der Hängematte im Garten ein kleines Nickerchen einlegen. Einen täglichen Mittagsschlaf gesteht man in unserer Gesellschaft allein Kindern, Rentnern und Kranken zu. Gleichwohl: Den Wunsch nach einer kleinen Auszeit am Nachmittag verspüren Menschen jeden Alters. Etwa wenn nach einem üppigen Mittagessen in der Kantine die Glieder so schwer und der Hierzulande ist das für die meisten Angestellten undenkbar. „In unserer Arbeitskultur ist ein Mittagsschlaf nicht vorgesehen. Wer schläft, gilt als faul“, erklärt der Psychiater Göran Hajak, der mehrere Bücher über Schlafprobleme geschrieben hat. Dabei zeigten immer mehr Studien, so Hajak, wie sehr wir von der Auszeit profitieren könnten.


Als wäre es allein eine Frage der Selbstdisziplin, wird von Arbeitnehmern erwartet, den ganzen Tag über fleißig und geistig rege zu sein. Und so gibt kaum jemand zu, dass er sich nach dem Mittagessen gern hinlegen würde. In ihrer Not versuchen manche gar, in absurden Posen auf der Bürotoilette einen Moment Geist so träge werden, dass an konzentriertes Weiterarbeiten kaum zu denken ist. Manch einer würde dann am liebsten seinen Kopf – einen Moment nur – auf den Tisch legen oder sich einen Augenblick im Bürostuhl zurücklehnen und die Augen schließen. In anderen Kulturkreisen ist ein Schlummer tagsüber ganz selbstverständlich: In Spanien und Mexiko hält man zur Mittagszeit traditionell Siesta, in der arabischen Welt Qailulah. Und in Japan ermuntern Chefs ihre Mitarbeiter zum Inemuri, was in etwa bedeutet „schlafend anwesend sein“ – ein Moment also, in dem man kurz die Augen schließt und zur Ruhe kommt, ohne tief einzuschlafen. Hierzulande ist das für die meisten Angestellten undenkbar. „In unserer Arbeitskultur ist ein Mittagsschlaf nicht vorgesehen. Wer schläft, gilt als faul“, erklärt der Psychiater Göran Hajak, der mehrere Bücher über Schlafprobleme geschrieben hat. Dabei zeigten immer mehr Studien, so Hajak, wie sehr wir von der Auszeit profitieren könnten. Als wäre es allein eine Frage der Selbstdisziplin, wird von Arbeitnehmern erwartet, den ganzen Tag über fleißig und geistig rege zu sein. Und so gibt kaum jemand zu, dass er sich nach dem Mittagessen gern hinlegen würde. In ihrer Not versuchen manche gar, in absurden Posen auf der Bürotoilette einen Moment der Ruhe zu finden, um ihre Müdigkeit vor anderen zu verheimlichen. Dabei überkommt das Mittagstief fast jeden. Doch weshalb befällt so viele Menschen am Tag Müdigkeit? Lässt sich die Bettschwere verhindern? Oder ist das Nickerchen ein natürliches Bedürfnis? Wenn ja, wie lange sollte man sich hinlegen? Und gibt es noch andere Möglichkeiten, das Formtief zu überwinden?

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GEOkompakt Nr. 48 "Schlaf und Traum"