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Das Magazin für Geschichte

Vorschau: Die Kelten

GEOEPOCHE erzählt die Geschichte eines rätselhaften Volkes, das mehr als ein halbes Jahrtausend die Geschichte Mitteleuropas bestimmt.

Der nächtliche Aufstieg der Angreifer bleibt von den römischen Wachen unbemerkt, nicht einmal die Hunde schlagen an. Der Felsen, den die Männer in einer Nacht des Jahres 387 v. Chr. erklimmen, führt ins Heiligste Roms, direkt auf den Hügel des Kapitols. Lautlos klettern sie empor; an steilen Stellen reichen sie einander Schwerter, Lanzen und Schilde zu, ziehen sich in die Höhe.

Fast sind die Fremden oben – da schnattern Gänse, die im Heiligtum der Göttin Juno leben, und alarmieren die Posten der Verteidiger. Mit Wurfgeschossen und Steinsalven drängen die Römer die Angreifer zurück. Der Sturm auf das Kapitol ist damit gescheitert, aber die Angreifer halten den Rest der Stadt noch monatelang besetzt, plündern und brennen Gebäude nieder – so berichten es römische Historiker.

Die einzige Eroberung Roms seit seiner Gründung gelingt einem geheimnisvollen Volk aus dem Norden, das auch London einnimmt, das Mailand seinen Namen gibt, Paris gründet, Hannibals Elefanten über die Alpen lotst – und das doch nie ein geeintes Reich schafft, niemals seine Geschichte aufschreibt und bis heute voller Rätsel geblieben ist: den Kelten.

Keltische Stämme erschaffen eine hochstehende Kultur

Die Griechen und Römer fürchten die Kelten jahrhundertelang als Barbaren, die sich nackt und schreiend in die Schlacht stürzen und ihre Feinde köpfen. Tatsächlich aber erschaffen die keltischen Stämme, die von den britischen Inseln bis zum Schwarzen Meer siedeln, eine hochstehende Kultur. Sie entwickeln komplizierte Kalender, treiben aufwendigen Salzabbau mit Stollen, die mehrere Hundert Meter weit in den Berg reichen – und können das Eisen besser formen als jedes andere Volk in Europa.

Vercingetorix, ihr größter Fürst und Heerführer, tritt im Jahr 52 v. Chr. gegen Caesars Legionen an – und wird mit seinen Männern überwältigt und später schmählich erwürgt: So nehmen die Römer mehr als drei Jahrhunderte nach dem Angriff auf ihre Hauptstadt Rache. Und löschen ganze Stämme aus.

GEOEPOCHE erzählt die Geschichte der ältesten bekannten Völkergruppe nördlich der Alpen, die mehr als ein halbes Jahrtausend die Geschichte Mitteleuropas bestimmte, ehe sie in der römischen Kultur aufging.

Deren Mythen um Artus und Merlin, um Könige und Druiden aber bis heute überleben.

Vorschau: Die Kelten

Der Kopf des keltischen Gottes schmückte um 50 v. Chr. einen silbernen Kessel, den das rätselhafte Volk für seine Kulte nutzte

WEITERE THEMEN

Die ersten Fürsten

Mit der Entdeckung des Eisens entsteht eine neue Hierarchie – nun gibt es unter den Kelten Herrscher und Beherrschte.

Heilige Fratzen

Die Kelten formen Gesichter, Dämonen

und Fabelwesen zu Schmuck – doch deren Geheimnisse sind für immer verloren.

Die Herrin von VIX

Sie war verkrüppelt, aber sehr einflussreich: auf den Spuren einer rätselhaften Frau.

Druiden

Waren die mysteriösen Männer Richter, Mistelschneider oder Priester?

Alltag im Oppidum

An der Donau bauen die Kelten um 200 v. Chr. eine der ersten Städte nördlich der Alpen.

Die letzte Zuflucht

Um die Zeitenwende verschwindet die keltische Kultur auf dem Kontinent – doch jenseits des Ärmelkanals lebt sie weiter.

GEOEPOCHE "Die Kelten" erscheint am 16. Februar 2011

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