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Sklavenbefreiung Flucht in die Freiheit

1838 gelingt es dem Sklaven Frederick Douglass, in die Freiheit zu entkommen. Fortan kämpft er für die Rechte der Schwarzen
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Erst Jahre nach seiner Flucht aus der Skalverei kann sich Frederick Douglass (1817-1895) mit eigenem Geld freikaufen

Wer einen Sklaven das Lesen lehre, warnt der Farmer Hugh Auld 1827 seine Gattin, mache ihn für immer unfähig, Sklave zu bleiben. Sophie Auld beendet darauf ihren Unterricht des jungen Frederick Bailey. Doch der Heranwachsende, 1817 in Maryland als Sohn einer Sklavin und eines Weißen geboren, lernt heimlich weiter.

Tatsächlich nimmt mit seinem Wissen sein Drang nach Freiheit zu. 1838 flieht Bailey nach New York. Um sich vor Sklavenfängern zu tarnen, nennt er sich Frederick Douglass. 1841 tritt er in Massachusetts vor Gegnern der Sklaverei auf. Als "Dieb und Räuber" stellt er sich dem vorwiegend weißen Publikum vor und fügt hinzu: "Diesen Kopf, diese Gliedmaßen und diesen Körper habe ich meinem Meister gestohlen und bin mit ihnen geflohen." Vier Jahre später veröffentlicht er seine Lebensgeschichte – und wird zur Symbolfigur der Anti-Sklaverei-Bewegung.


Vor dem Gesetz aber ist Frederick Douglass nach wie vor unfrei. Um seinen Häschern zu entkommen, geht er nach England auf eine Lesereise. Dort sammelt er Geld, um sich freizukaufen und nach seiner Rückkehr 1847 eine Zeitschrift gegen Sklaverei zu gründen. Die große Chance, sein politisches Ziel zu erreichen, erkennt Douglass im Bürgerkrieg – und es gelingt ihm, bei Präsident Lincoln die Rekrutierung schwarzer Soldaten durchzusetzen.


Doch auch nachdem die Sklaverei abgeschafft worden ist und afroamerikanische Männer 1870 das Wahlrecht erhalten haben, kämpft er weiter – nun für die politischen Rechte der Frauen. Dass die Versöhnung noch längst nicht erreicht ist, erlebt Douglass selbst, als er 1884 in zweiter Ehe seine weiße Sekretärin heiratet: Die Menschen, gleich welcher Hautfarbe, sind darüber entsetzt, selbst seine eigenen Kinder.