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Präsident Andrew Jackson Den Eliten verhasst, vom Volk verehrt

Andrew Jackson gelangt 1829 ins Weiße Haus. Der Anwalt steht für ein neues Zeitalter der US-Geschichte
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Der siebte Präsident der USA verkörpert den ersten großen politischen und gesellschaftlichen Umbruch des jungen Landes. Mit Jacksons Amtszeit (1829–1837) endet allmählich die Ära der Gründerväter, der traditionellen Ostküsteneliten und der alten agrarisch-republikanischen Ideale. Das neue Amerika ist expansiver, demokratischer und individualistischer – und Jackson, der Mann aus dem Westen, sein schillernder, widersprüchlicher Exponent und Antreiber.


Als Anwalt, Plantagenbesitzer, Offizier und Politiker im Frontier-Gebiet von Tennessee beginnt er seine Karriere. Er wird Senator seines Heimatstaates – und gefeierter Kriegsheld: 1815 schlägt Jackson, nun Generalmajor, die Briten bei New Orleans. Und kurze Zeit später kämpft er mit rücksichtsloser Härte gegen die Seminole-Indianer.

1828 erringt Jackson als Kandidat der neu gegründeten Demokratischen Partei das Präsidentenamt. Jacksons zwei Amtszeiten sind geprägt von Widersprüchen. Er zerschlägt die Nationalbank und legt sich so mit den alten und neuen Eliten an: Jackson ist überzeugt, dass die Reichen und Mächtigen diese Einrichtung nur für ihre selbstsüchtigen Zwecke missbrauchen. Andererseits setzt er Truppen gegen streikende Arbeiter ein.

In vielem handelt Jackson politisch als neuer Typus des zielstrebigen self-made man. Doch zugleich bezieht er sich immer wieder auf die moralischen Grundsätze der Revolutionszeit – auf das Ethos der einfachen Farmer und Handwerker. Diese Ambivalenzen tun seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Als Andrew Jackson im Alter von 70 Jahren aus dem Amt scheidet, gilt er als der populärste Amerikaner seiner Generation.