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Die Geschichte der Kunst

Giseh, um 2600–2500 v. Chr.: Neun Pyramiden erheben sich auf dem Plateau von Giseh in der Nähe von Kairo. Die drei großen gehören den Pharaonen Cheops, Chephren und Mykerinos (von rechts), kleinere Nebenpyramiden werden für deren Frauen errichtet. Das Plateau spiegelt Ägyptens soziale Ordnung wider: oben der Pharao, dann dessen Familie, schließlich die Beamten, deren Gräber entsprechend zu Füßen der Pyramiden liegen

Saqqara,um 2700 v. Chr.: Rund 60 Meter ragt südlich von Kairo das Grabmal des Königs Djoser aus der 3. Dynastie empor. Das Monument ist zunächst nicht als Pyramide geplant. Erst nach und nach entsteht in Saqqara der gewaltige Totenbezirk mit Kultgebäuden und Umfassungsmauer. Und auch das Herrschergrab selbst, ursprünglich ein quaderförmiger Bau, erweitert der Architekt in mehreren Schritten und schafft so schließlich die erste Stufenpyramide

Dahschur-Süd, um 2620 v. Chr.: Diese Pyramide des Pharao Snofru hat einen zu steilen Neigungswinkel. Der Baugrund trägt nicht, die inneren Kammern drohen einzustürzen. Der König lässt sie dennoch vollenden, aber mit einem deutlich flacheren Winkel. Aufgrund der abgeschrägten Silhouette wird das Monument von Forschern später »Knickpyramide« genannt

Dahschur-Nord, um 2610 v. Chr.: Zwei Kilometer nördlich der Knickpyramide finden Snofrus Baumeister einen festeren Baugrund. Diesmal halten sie den Neigungswinkel flach – bei 43 Grad – und lassen die Steinblöcke erstmals vollständig horizontal verlegen. Das Grabmal aus rötlichem Kalkstein ist die erste echte Pyramide am Nil

Giseh, um 2565 v. Chr.: Mit fast 145 Metern ist das Grabmal des Chephren nur wenig niedriger als das seines Vaters Cheops. Die Spitze trägt noch immer die originalen Verkleidungsblöcke aus poliertem Kalkstein, wie sie einst bis auf die unterste Lage aus Granit das gesamte Bauwerk umgeben haben. Das Gang- und Kammersystem im Inneren aber ist weitaus weniger komplex als in der Cheops-Pyramide

Nuri, Sudan, um 670–308 v. Chr.: Etwa 800 Jahre nach dem Bau der letzten Königspyramide im Land der Pharaonen beginnen die Herrscher in Nubien, sich Totenstätten nach ägyptischem Vorbild zu bauen, wie sie sie in dem nördlichen Nachbarland kennengelernt haben. Aber die nubischen Pyramiden sind deutlich kleiner und haben einen steileren Neigungswinkel