Begehrte Preise

GEO-Redakteure gewannen wieder zahlreiche Auszeichnungen - darunter die renommierteste deutsche Ehrung für Journalisten, den Henri Nannen Preis

Gleich zwei dieser Ehrungen nahmen Mitarbeiter von GEO am 9.5. im Hamburger Schauspielhaus entgegen. Für die Dokumentation "Kampf bis zum letzten Fisch" über die Plünderung der Meere (GEO 6/2007) erhielten Katja Trippel, Lars Abromeit und Torsten Hampel die Auszeichnung für die beste "besonders verständliche Berichterstattung" über einen komplexen Sachverhalt.

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Erst die Auszeichnung, dann Fragen von Moderatorin Caren Miosga (2.v.r.) an Torsten Hampel, Lars Abromeit und Katja Trippel (v. li.)

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Lu Guang, Henri-Nannen-Preisträger 2008 für die "Beste Fotografische Leistung", kam mit Ehefrau und Sohn zur Verleihung nach Hamburg

Ihre an mehreren Schauplätzen in drei Erdteilen dokumentierte Ausplünderung der Meere offenbart, so befand die Jury, "ebenso umfassend wie anschaulich eine der größten ökologischen Katastrophen unserer Zeit, die aber - buchstäblich - unter der Oberfläche bleibt und deswegen kaum wahrgenommen wird: die Vernichtung der Fischbestände in den Ozeanen, der letzten großen Wildnis unserer Erde".

Der chinesische Fotograf Lu Guang erhielt die Auszeichnung für die "Beste Fotografische Leistung" ebenfalls für eine GEO-Geschichte, die sich mit dem ökologischen Zustand der Welt befasst. In "Der schwarze Riese" (GEO 11/2007) hat Lu Guang die Schattenseite des wirtschaftlichen Aufschwungs Chinas am Beispiel der boomenden Kohleregion Wuhai dokumentiert mit, so die Jury, "ebenso berührenden wie bedrohlichen Bildern".

Beim diesjährigen EMMA-Journalistinnenpreis wurde GEO-Redakteurin Susanne Krieg für ihre Geschichte "Braut wider Willen" ausgezeichnet (GEO 2/2008). Darin erzählt sie vom Schicksal von Kinderbräuten in Äthiopien, die im Alter von 15, 14 und manchmal auch elf Jahren verheiratet werden, in den Haushalt und das Bett eines fremden Mannes. Und in gefährlich frühe Schwangerschaften. Die Jury verlieh Susanne Krieg den 3. Preis.

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Im äthiopischen Hochland: GEO-Redakteurin Susanne Krieg (re.) mit Fotografin Stephanie Sinclair und Übersetzerin Lili Yekone bei den Recherchen für ihren preisgekrönten Artikel über Kinderbräute