Psychologie Die perfekte Kitzelattacke

Ein Handbuch oder eine wissenschaftliche Anleitung zum perfekten Kitzeln gibt es nicht. Darum haben wir getüftelt und getestet – und verraten euch hier unsere besten Tricks
Kitzelnde Jungs

Die Zielperson

Das "Opfer" eurer Kitzelattacke muss vor allem drei Kriterien erfüllen:

  1. Es sollte jemand sein, den ihr kennt. Ein älterer Herr im Supermarkt wäre wohl mindestens verwirrt, vermutlich sogar verärgert, wenn ihr ihn einfach so kitzelt. Ein guter Freund oder eure Geschwister eignen sich besser.
     
  2. Wählt jemanden, bei dem ihr euch sicher seid, dass es ihm nicht unangenehm ist, wenn ihr ihn anfasst.
     
  3. Versucht zu erkennen, in welcher Laune derjenige gerade ist. Denn kitzlig ist nur, wer fröhlich ist. Ihr habt ein Muffelgesicht im Visier? Dann: Abbruch der Attacke!

Die Kitzel-Taktik

Wir verraten euch drei verschiendene Taktiken, die sich hervorragend für einen Kitzel-Angriff eignen:

  1. Der falsche Freund: Tut so, als würdet ihr eure Zielperson in den Arm nehmen wollen, um sie einmal kräftig zu drücken. So lässt sie euch völlig ahnungslos an sich heran. Die perfekte Gelegenheit, um loszukitzeln.
     
  2. Der Ecken-Schreck: Versteckt euch hinter einer Hausecke, einer Zimmertür oder einem größeren Möbelstück und wartet ab, bis die Zielperson nahe genug ist. Springt hervor und nutzt ihre Überraschung aus, um direkt mit der Kitzelei zu beginnen.
     
  3. Die Geisterhand: Eure Zielperson lauscht direkt neben euch konzentriert dem Unterricht oder glotzt auf den Bildschirm? Perfekte Gelegenheit! Verschränkt die Hände hinter dem Kopf und lehnt euch zurück, blickt starr nach vorn und lasst eure Hand ganz unauffällig in ihre Richtung wandern. Je weniger ihr den Rest eures Körpers dabei bewegt, desto überraschender wird die Kitzelattacke sein.

Die kitzeligsten Angriffsflächen

Kitzelattacke

Wenn ihr auf diese Stellen abzielt, erntet ihr mit eurer Kitzelattacke die meisten Lacher, denn unter den Achseln (1), an den Seiten des Rumpfes (2) , am Bauch (3), am Hals (4) und unter den Füßen (5) sind viele Menschen besonders kitzlig.

Keinen Erfolg hingegen werdet ihr an den Handflächen oder auf der Kopfhaut haben.

Die besten Kitzel-Techniken

  1. Piks-Finger: Klappt beide Zeigefinger aus und pikst gezielt drauflos. Besonders geeignet für: die Seiten.
     
  2. Kitzel-Kralle: Zwickt zunächst mit den Fingerspitzen und geht dann über in eine Art zartes Kneten, so als würdet ihr eine winzige Teigmasse bearbeiten. Besonders geeignet für: Bauch und Seiten.
     
  3. Kribbel-Kuppen: Hier braucht ihr Fingerspitzengefühl! Streicht ganz zart mit den Fingerkuppen über die Haut, je leichter, desto mehr kitzelt es. Besonders geeignet für: Hals und Füße. Auf jeden Fall dort, wo keine Kleidung ist.
     
  4. Stellvertreter: Eine Feder, ein Pinsel, ein weiches Stück Stoff – manchmal eignet sich ein Hand-Ersatz zum Kitzeln. Besonders geeignet für: die Füße.

Der Abschluss

Eine Kitzelattacke soll keine Qual sein. Schaut währenddessen genau auf eure Zielperson. Weil Lachen beim Kitzeln oft nicht freiwillig geschieht, achtet am besten auf den  Gesichtsausdruck zwischen den einzelnen Kitzeleien. Er verrät euch, wann es besser ist aufzuhören:

Gesichter beim Lachen
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