Hauptpreis: Elisabeth-Selbert-Schule

Die Elisabeth-Selbert-Schule in Hameln darf sich "Beste Schule Deutschlands 2017" nennen. Die berufsbildende Schule kooperiert mit der lokalen Wirtschaft und den allgemeinbildenden Schulen in der Umgebung. So haben die Jugendlichen an der Schule auch die Möglichkeit, ein Handwerk kennenzulernen - mit Erfolg. Im anspruchsvollen und wirklichkeitstreuen Unterricht können die 1.980 Schülerinnen und Schüler aus 34 Nationen in den Bereichen Agrarwirtschaft, Gesundheit und Pflege, Hauswirtschaft und Ernährung, Sozialpädagogik sowie Körperpflege unterrichtet werden.

Vor allem aber beim Umgang mit Vielfalt und im Qualitätsbereich Schulleben hat die Schule die Jury überzeugt: Neben inhaftierten Jugendlichen werden auch 124 Schülerinnen und Schüler mit Fluchterfahrung in Sprachförderklassen unterrichtet und in den Schulalltag integriert. Als Gewinner des Hauptpreises erhält die Elisabeth-Selbert-Schule ganze 100.000 Euro Preisgeld.

Gymnasium Kirchheim

Das Gymnasium Kirchheim bei München fasst insgesamt 1250 Schüler und rund 120 Lehrer. Guter Unterricht und ein breites Kollegium sorgen für große Motivation bei den Schülerinnen und Schülern. Jugendsozialarbeiter, Beratungslehrer und ein Schulpsychologe unterstützen Jugendliche wie auch Klassenlehrer. Auch neue Unterrichtsformen haben zur Auszeichnung beigetragen: Noten gibt es an diesem Gymnasium nicht nur für Klassenarbeiten, sondern beispielsweise auch für eine gelungene Debatte im Unterricht.

Das Gymnasium erhält 25.000 Euro Preisgeld.

Europaschule Bornheim

Auch die Europaschule Bornheim aus Nordrhein-Westfahlen ist ausgezeichnet worden. Die Jury des Deutschen Schulpreises 2017 lobte etwa, dass die Schüler im Alltag an Unterrichtsmodellen mitwirken können und dass europäische Leitgedanken in den Schulalltag einbezogen werden. Auch Inklusion wird an der Gesamtschule großgeschrieben - so wird beispielsweise auch der Sport "Rollstuhl-Basketball" angeboten.

Die Gesamtschule erhält 25.000 Preisgeld.

Deutsche Schule Rio de Janeiro

"Leistung darf sich nicht auf Noten beschränken. Diese zentrale Forderung der Jury des Deutschen Schulpreises versuchen wir in der Deutschen Schule Rio de Janeiro umzusetzen", erklärt die deutsche Schulleiterin Anke Junge-Ehmke der Deutschen Schule Rio de Janeiro in Brasilien. „Persönlichkeitsbildung, Demokratiefähigkeit und der interkulturelle Austausch gehören ebenso selbstverständlich zu unseren Bildungszielen wie der Erwerb des nationalen Schulabschlusses und der deutschen Hochschulreife.“

Die Deutsche Schule Rio de Janeiro in Rio de Jainero erhält 25.000 Euro Preisgeld.

Waldparkschule Heidelberg

Die Waldparkschule Heidelberg hat sich innerhalb weniger Jahre von seinem Ruf als eine der schlechtesten Schulen Heidelbergs befreien können und sich mit einem neuen Schulkonzept zu einer richtigen Vorzeige-Schule entwickelt. Dafür hat sie nun eine Auszeichnung beim Deutschen Schulpreis 2017 erhalten.

Besonderheiten des erfolgreichen Unterrichtskonzepts: An dieser Schule gibt es keine Noten! Außerdem gibt es an der Gemeinschaftsschule zwischen 8 und 9 Uhr morgens Gleitzeit - das heißt, die Schülerinnen und Schüler können selbst entscheiden, wann sie in dieser Zeit zur Schule kommen möchten. Die Waldparkschule Heidelberg erhält 25.000 Euro Preisgeld.

Grundschule Borchshöhe

In der Grundschule Borchshöhe in Bremen lernen die 240 Schülerinnen und Schüler klassenübergreifend gemeinsam. Die Kinder unterschiedlicher Altersklassen finden sich an Tischen in sogenannten "Lernhäusern" zusammen und setzen sich individuelle Lernziele für das Schuljahr. So kann mit den Stärken und Schwächen jedes Schülers ganz individuell gearbeitet werden. Die Schule erhält mit dieser Auszeichnung ein Preisgeld in Höhe von 25.000 Euro.

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