Vögel Pfau

Von allen Rädern besitzt der Blaue Pfau klar das schönste! Auch er braucht seines, um voranzukommen… nicht auf der Straße zwar, aber in der Damenwelt.
Pfau

Schon vor 4000 Jahren hielten Ägypter und Römer Pfauen. Sie mochten die Tiere wegen ihres hübschen Rades – und gut gewürzt als leckeren Braten

Ein guter Radschlag? Darauf legt der Blaue Pfauenmann Wert. Muss er auch, will er eine Blaue Pfauenfrau verzücken. Erst schreit er wie eine Katze, der man auf den Schwanz getreten hat. Hunderte Meter weit ist das Gejammer hörbar. Dann stellt er seine schillernden Oberschwanzdeckfedern auf und schlägt sein "Riesenrad"!

Drei Meter beträgt der Durchmesser des Fächers, den kürzere schmucklose Federn unterhalb stützen wie ein Korsett. Jetzt macht der Hahn der Henne schöne Augen. Mehr als 100 strahlen ihr von seinem Federkleid entgegen. Und das lässt er zittern, bis ihm Madame buchstäblich zu Füßen liegt.

Allgemeines über den Pfau

Der Blaue Pfau (lat. "Pavo cristatus") gehört zur Ordnung der Hühnervögel und zur Familie der Fasane. Ursprünglich stammt er aus Indien und einigen angrenzenden Ländern. Heute ist er als Ziervogel jedoch weltweit zu Hause.

Lebensraum: Wo lebt der Pfau?

In freier Wildbahn lebt der Pfau besonders gern im hügeligen Teil des Regenwaldes. Der Hühnervogel bevorzugt Orte in der Nähe Gewässern. Tagsüber hält er sich meist im dichten Wald versteckt. In der Morgen- und Abenddämmerung wagt sich der Pfau dann auf die Weiten von Feldern und Wiesen, um nach Nahrung zu suchen.

Größe und Gewicht

Vom Schnabel bis zur Schleppenspitze wird ein Hahn etwa zwei Meter lang und wiegt etwa vier bis sechs Kilo- gramm. Die Hennen sind deutlich kleiner und leichter.

Ernährung: Was frisst ein Pfau?

Pfauen fressen Blüten, Früchte, Samen, Insekten und kleine Wirbeltiere.

Fortpflanzung und Nachwuchs

Warum die Herren wie wild um die Damen herumgockeln? Nun, unter Pfauen wählen die unscheinbar bräunlichen Hennen die schillernd schönen Hähne aus. Und die Hennen lassen sich nun mal von einem imposanten Rad aus dichten Federn beeindrucken. Ein prächtiges Rad zeugt von der Fitness des Hahns, und das verspricht gesündere Nachkommen – um die sich der Hahn übrigens niemals kümmern wird.

Am liebsten würde er wohl gleich nach der Balz den Abflug machen, doch die Schleppe wiegt so viel, dass er sich nur schwer in der Luft halten kann. Also stolziert er zu Fuß davon; sein Federkrönchen wackelt im Takt.

Die Henne baut schließlich im Gebüsch ein Nest, wo sie ihre drei bis sechs Eier ausbrütet und die Küken später mit Samen, Beeren und Insekten versorgt. Übrigens, die Junghähne sind ganz der Papa: Kaum stehen sie auf den Beinen, drehen die Nachwuchsverführer am Rad und schlagen eines.

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