Tierlexikon Leopard

Die eleganten und starken Großkatzen sind fantastische Jäger. Wir stellen euch den Leoparden im Tierlexikon vor.
Leopard schaut in die Kamera

Ihr geflecktes Fell sieht kuschelig aus. Streicheln sollte man die Großkatze aber nicht. Leoparden sind nun einmal Raubtiere

Meister der Jagd: Der Leopard

Schnell und geräuschlos klettert der Leopard auf den Baum und legt sich gemütlich auf einen starken Ast. Von hier oben hat er einen guten Blick über die weite Graslandschaft der Savanne. Eilig hat er es nicht. Er weiß: Irgendwann kommt ein Leckerbissen unter seinem Ausguck vorbei – und wird ihn nicht sehen. Dazu ist der Leopard mit seinem gefleckten Fell viel zu gut getarnt.

Legen Wildschweine, Hirsche, Antilopen oder ein Vogel eine Pause unter dem Ast ein, stürzt sich die Raubkatze auf das nichts ahnende Beutetier und tötet es mit einem gezielten Biss. Manchmal klettern Leoparden aber auch ganz vorsichtig am Stamm hinunter, um sich an die Tiere heranzupirschen und dann die Verfolgung aufzunehmen.

Im Sprint können Leoparden sogar bis zu 60 Kilometer in der Stunde schnell rennen. Damit sind sie zwar nicht so schnell wie die Geparde, sie würden aber sogar ein Auto im Stadtverkehr überholen.

Allgemeines über den Leoparden

Der Leopard gehört zu der Gattung der Panthera und zur Familie der Großkatzen. Für viele Menschen galt der Leopard als Verkörperung für Mut und Stärke. Auch in Mythologien und verschiedenen Kulturen spielt der Leopard noch heute eine große Rolle.

Der Lebensraum der Leoparden

Leoparden haben das weiteste Verbreitungsgebiet aller Großkatzen. Leoparden kommen in zahlreichen Ländern Asiens und Afrikas vor, ursprünglich lebten sie sogar auch in Südeuropa. In vielen Ländern gelten Leoparden jedoch mittlerweile als stark bedroht, zum Beispiel in der Türkei.

Größe und Gewicht der Großkatzen

Leoparden sind schwerer als Geparden und haben auch einen stärkeren Körperbau als diese. Die Flecken ihres Fells sind dunkel und einige der Flecken sind rosettenförmig - an diesem Merkmal kann man Leoparden gut von Geparden unterscheiden.

Innerhalb der Verbreitungsgebiete unterscheiden sich Körpergröße und Gewicht der einzelnen Leopardenarten stark voneinander. In Wäldern lebende Leoparden weisen in der Regel eine kleinere Körpergröße auf als Leoparden, die in offenen Savannen leben. Leoparden können ausgewachsen, inklusive ihres Schwanzes, bis zu knapp drei Meter lang werden. Insgesamt gibt es 27 wissenschaftlich bestätigte Unterarten des Leoparden.

Ausgewachsene Männchen können zwischen 40 bis 90 Kilogramm auf die Waage bringen. Die Weibchen sind etwas kleiner und wiegen daher meist nur zwischen 30 bis 60 Kilogramm.

Die Fellzeichnung des Leoparden

Für Antilopen, Stachelschweine und andere Bewohner der afrikanischen Savanne ist der Leopard eine böse Überraschung: Der Anschleichjäger nähert sich seiner Beute durch tiefes Gras oder niedrige Zweige und bleibt so fast unsichtbar.

Dank der Punkte, Flecken und Kringel auf dem Fell fällt er kaum auf. Typisch für das Fell eines Leoparden sind die Rosetten, die meist reihenförmig auf dem Rücken angeordnet sind. Bauch und Unterseite des Körpers sind weiß bis cremig und haben keine Muster.

Die Zeichnung des Fells unterscheidet sich übrigens je nach Unterart. Leoparden, die vorwiegend in Waldgebieten jagen, haben eine dichtere und dunklere Fellzeichnung. Die Natur hat eben stets das passende Tarnkleid parat!

Gepard
Tierlexikon
Gepard
Geparde leben vor allem in Afrika. Die Raubkatzen sind die schnellste Tier der Welt. Da sie zu großer Beschleunigung in der Lage sind, werden sie auch als Jagdleoparden bezeichnet

Was frisst ein Leopard?

Leoparden sind sehr schnelle und clevere Jäger. Für uns Menschen stellen sie zwar keine Bedrohung dar, doch ansonsten richtet sich ihre Beute nach dem jeweiligen Lebensraum. Leoparden sind bei der Beute nicht sehr wählerisch und fressen fast alles.

Größere und stärkere Tiere, wie beispielsweise Ziegen oder Gazellen, tötet der Leopard mit einem kräftigen Biss in die Kehle. Kleinere Tiere tötet der Leopard, indem er ihnen mit seinem Gebiss das Genick bricht.

Nachwuchs und Fortpflanzung

Wie die meisten Katzen sind auch die Leoparden typische Einzelgänger. Die Großkatzen treffen in der Regel nur zur Paarungszeit aufeinander. Nach etwa drei Monaten bringt das Weibchen dann zwei bis drei Junge zur Welt. Bei der Geburt sind die kleinen Leoparden noch blind und können erst mit etwa zwei Monaten ihre Umwelt das erste Mal erkunden.

Im Alter von circa zwei Jahren verlassen die Jungen ihre Mutter und Geschwister, um eine eigene Familie zu gründen.

Steckbrief: der Leopard

  • Lebensraum: Leoparden leben vor allem in Afrika und noch in wenigen Ecken Asiens. Am wohlsten fühlen sie sich in Wäldern und Savannen.
     
  • Grösse: Bis zu 1,90 Meter – den Schwanz nicht mitgerechnet.
     
  • Gewicht: Die Männchen können 90 Kilo auf die Waage bringen. So viel wie ein großer Mann.
     
  • Nachwuchs: Eine Leopardenmutter bringt zwei bis vier Junge zur Welt. Die bleiben bei ihr, bis sie 18 Monate alt sind.
     
  • Nahrung: Fleisch, abhängig vom jeweiligen Lebensraum. Auf der Speisekarte stehen zum Beispiels Käfer, Schweine, Gazellen, Paviane und sogar Hunde
     
  • Familie: Katzen (Felidae)
  • Ordnung‎: ‎Raubtiere‎ (Carnivora)
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