Online-Durchsuchung

Online-Durchsuchung

Als Online-Durchsuchung wird eine vom Staat durchgeführte Überwachung von Bürgern im Internet bezeichnet. Das kann einmalig oder über einen längeren Zeitraum sein. Als Vorraussetzung dafür müssen stichhaltige Hinweise auf kriminelle Machenschaften bei einem Richter vorgelegt werden. Dieser entscheidet daraufhin, ob die Durchsuchung begonnen werden darf.

Um an die Daten der verdächtigen Person zu gelangen, speist die Kriminalpolizei einen Trojaner, eine Art Computervirus in dessen PC ein. Dieser ermöglicht den Zugriff auf die Daten. Das Programm wird im Volksmund spöttisch "Bundestrojaner" genannt. Alternativ benutzen die Beamten sogenannte "Keylogger", Programme, die jeden einzelnen Anschlag auf der Tastatur speichern und heimlich an die Polizei schicken.

Die Rechtslage zur Online-Durchsuchung ist nicht klar geregelt. Im Februar 2008 entschied das Bundesverfassungsgericht, die Internetbespitzelung sei verfassungswidrig. Heute darf nur in Bayern mit gesetzlicher Grundlage überwacht werden.

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