Redewendung In der Versenkung verschwinden

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Verschwindet etwas "in der Versenkung", ist es nicht mehr auffindbar

"Leo, hast du mein Harry Potter Buch gesehen?", fragt sein Bruder Gregor genervt und steckt seinen Kopf durch die Zimmertür. "Nein, das liegt bestimmt wieder irgendwo unter deinen ganzen Klamotten", antwortet Leo und blickt vielsagend auf den großen Wäscheberg im Zimmer.

"So ein Mist. Das Buch ist spurlos verschwunden, einfach unauffindbar!", ruft Leo und rauft sich die Haare. Gregor grinst und erwidert: "Es ist wohl in der Versenkung verschwunden, oder?" Leo stutzt - in welcher Versenkung?

Die Bedeutung der Redewendung "In der Versenkung verschwunden"

Ist etwas einfach verschwunden und nicht mehr wieder zu finden, sagt man dazu auch, es sei "in der Versenkung verschwungen". Es gibt zwei Möglichkeiten, woher diese Redewendung stammt.

Zum einen könnte die Redewendung ihren Ursprung im Theater haben:

In einem Theater gibt es viele technische Hilfsmittel: Engel können über den Köpfen der anderen Darsteller schweben oder Schauspieler fallen in ein Loch - und verschwinden dann in der Versenkung. Diese Versenkung ist im Bühnenboden eingelassen; eine Art Plattform, die mit Hilfe der Bühnentechnik hoch- und heruntergefahren werden kann. So können Figuren im Theater dramatisch im Boden versinken oder auch "aus der Versenkung auftauchen".

Oder die Redewendung könnte aus der Schifffahrt kommen:

Wenn ein Schiff kentert und Gegenstände oder die Besatzung ins Wasser fallen, dann verschwinden sie oft auch spurlos. Nicht schwimmbare Materialien gehen unter. Sie verschwinden, wortwörtlich, in der Versenkung.

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