Redewendung Die Segel streichen

Die Segel streichen

Wenn jemand sprichwörtlich „die Segel streicht“, dann gibt er auf. Kommt man zum Beispiel mit einer Matheaufgabe nicht weiter hat nach stundenlangem Knobeln keine Lust mehr, die Aufgabe zu lösen – dann streicht man die Segel.

Das Aufgeben einer Sache, die man eigentlich beenden wollte, nennt man auch Kapitulation. Auch im Krieg spielt Kapitulation eine wichtige Rolle – wenn man zum Beispiel vom Gegner umzingelt ist und nichts mehr tun kann, dann kapituliert man. Man gibt also auf.

Und aus der Kriegssprache stammt auch das Sprichwort. Wenn nämlich ein Schiff von einem feindlichen Schiff eingeholt wurde und deshalb aufgeben wollte, dann strich es die Segel. Das bedeutet, dass die Segel eingeholt wurden, so dass der Feind merkte, dass man kapituliert.

Streicht also heute noch jemand die Segel, dann bemerkt er, dass er einer Aufgabe nicht gewachsen ist und sie nicht lösen kann.

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