Redewendung Einen Stein im Brett haben

Einen Stein im Brett haben

"Kathrin hat mir ein Stück Kuchen mitgebracht", erzählt Erwin seinem Freund. "Bei der hast du wohl einen Stein im Brett", meint der dazu. Damit meint der Freund aber nicht ein Kieselsteinchen, welches in einem geheimnisvollen Brett seinen Platz findet und Kathrin immer daran erinnert, Erwin einen Kuchen mitzubringen. Vielmehr will Erwins Freund ausdrücken, dass Kathrin Erwin wohl gerne mag.

Diese Redensart ist schon ziemlich alt und lässt sich bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Damals spielten die Leute gerne ein bestimmtes Brettspiel namens Wurfzabel. Bei dem ging es darum, seine Steine besonders gut auf dem Brett zu platzieren. Es ähnelt unserem heutigen Backgammon. Wenn man bei Wurfzabel zwei Felder nebeneinander mit seinen Steinen besetzt hatte, erhöht man seine Gewinnchancen. Man hatte "einen guten Stein im Brett". Daraus hat sich das heutige "einen Stein im Brett haben" entwickelt. Ein guter Freund, der einem zur Seite steht (wie ein Stein dem anderen), hat bei uns einen Stein im Brett.

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