Redewendung Sich wie gerädert fühlen

Sich wie gerädert fühlen

Sich müde, zerschlagen fühlen.

Das "Rädern" meinte im Mittelalter eine grausame Art der Todesstrafe. Dabei wurde der Verbrecher auf einer Unterlage (manchmal ein Rad!) festgebunden. Dann wurden ihm (an den Füßen beginnend) die Gliedmaßen zerschlagen – meist mit einem großen Rad oder auch einem Hammer.

Mitunter wurde der so Gepeinigte dann mit dem Rad auf einem Pfahl zur Schau gestellt. Nicht selten dauerte der Todeskampf dann noch mehrere Tage. Wer heute sagt: "Ich fühle mich wie gerädert", übertreibt also ziemlich.

Redewendung, Sprache, Grammatik
Sprache
Redewendungen
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