Englische Redewendung Can't cut the mustard

Can't cut the mustard

Zwei englische Mädchen unterhalten sich über eine Klassenkameradin, die vor kurzem aus der Theatergruppe ausgetreten ist. Als die erste nach dem Grund dafür fragt, antwortet die zweite: "She just couldn't cut the mustard". Wie bitte? Sie konnte den Senf nicht schneiden?

Mit dieser Redewendung wollen Engländer oder Amerikaner zum Ausdruck bringen, dass jemand nicht gut genug ist oder sich nicht intensiv genug für eine bestimmte Sache eingesetzt hat. Es gibt verschiedene Theorien darüber, wo diese Redewendung herkommt: Manche glauben, sie deute darauf hin, wie schwierig es ist, kleine Senfkörner durchzuschneiden – ähnlich wie unser deutsches Kümmelkornspalten.

Andere bringen die Schärfe von Senf mit der menschlichen Energie und Lebenslust in Verbindung. Wenn man außerdem weiß, dass "cutting" eine zeitlang auch für "zeigen" oder "aufweisen" verwandt wurde, könnte man "She couldn't cut the mustard" also auch verstehen als: "Sie hat nicht genug Energie oder Engagement gezeigt". Im Deutschen gibt es übrigens keine solche Redewendung – wir sagen stattdessen umgangssprachlich etwas wie: "Sie bringt's einfach nicht."

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