Redewendung Hummeln im Hintern haben

Hummeln im Hintern haben

Es gibt ihn in fast jeder Klasse: Einen Zappelphilip, der einfach nicht stillsitzen und sich nur im Sportunterricht mal so richtig auspowern kann. Immer wieder wird er gefragt, ob er Hummeln im Hintern habe.

Aber woher kommt diese Redewendung mit der tierischen Alliteration* eigentlich?

Jemand, der Hummeln im Hintern hat, steckt voller Energie oder Unruhe und kann einfach nicht still sitzen. Schon Luther hat diese Redewendung in seiner Sprichwörtersammlung verwandt.

Die Wendung bezieht sich auf die Hummel, weil sie ständig auf der Suche nach Nektar ist und sich deshalb ruhelos hin- und herbewegt – genau wie der Zappelphilip. Natürlich liegt auch die Vorstellung nahe, dass jemand, der Hummeln im Hintern hat, nervös wird und die Tierchen so schnell wie möglich wieder loswerden möchte.

* Was ist eigentlich eine Alliteration?

Eine Alliteration ist eine sprachliche Figur, bei der zwei (oder mehr) benachbarte Wörter mit dem gleichen Buchstaben beginnen. Ihr kennt sie bestimmt aus solchen Wendungen wie "mit Kind und Kegel", "bei Wind und Wetter" oder eben "Hummeln im Hintern haben".

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