Englische Redewendung To be on Cloud Nine

Jessica ist Amerikanerin und geht auf eine Highschool. Doch momentan kann sie sich einfach nicht auf ihre Hausaufgaben konzentrieren: Sie ist bis über beide Ohren verliebt und schwebt auf "Cloud Nine". Moment mal – auf Wolke Neun? Heißt es nicht "auf Wolke Sieben schweben" oder "im Siebten Himmel sein"? Wieso denn auf einmal Wolke Nummer Neun?

Nun, die Amerikaner schweben schon länger ein Stück höher als die Europäer, wenn sie völlig glücklich und verliebt sind – auf "Cloud Nine" (=Wolke Neun) eben. Woher der Ausdruck eigentlich kommt, darüber besteht jedoch Unklarheit. Früher war auch auf Englisch von "Cloud Seven" (=Wolke Sieben) die Rede, und der Siebte Himmel (=Seventh Heaven) existiert nach wie vor.

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Manche vermuten, "Cloud Nine" habe etwas mit der Einteilung von Wolken durch das amerikanische Wetterinstitut in zehn Kategorien zu tun: Wolken der Kategorie Neun sind demnach nämlich Kumulonimbuswolken, die bis in sehr große Höhen reichen können. Andere behaupten, dass eine in den 1950er Jahren in den USA beliebte Radioshow namens "Johnny Dollar" den Begriff von Wolke Neun populär machte.

Welche Erklärung auch immer die richtige sein mag, eins steht fest: Besonders, seit der Ex-Beatle George Harrison in den Achtziger-Jahren eine Platte mit dem Namen "Cloud Nine" herausbrachte, hat sich der Begriff im englischsprachigen Raum durchgesetzt und die Wolke Sieben verdrängt. Auch der Musiker Bryan Adams sang 1998 über "Cloud Number Nine". So haben also mal wieder Popstars dazu beigetragen, dass sich Redewendungen verändern. Und wer weiß, vielleicht werden auch wir bald nicht mehr auf Wolke Sieben schweben, sondern nur noch auf Wolke Neun?

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