Redewendung Berge versetzen

Berge versetzen

Das Gefühl, etwas nahezu Unmögliches zu schaffen wird auch als das Gefühl beschrieben, "Berge versetzen zu können"

"Ich hab's geschafft! Ich hab es tatsächlich geschafft!", ruft Lukas aufgeregt und stürmt mit roten Wangen zur Haustür herein. Heute hat er seine Englischarbeit zurück bekommen und er hat eine glatte Eins geschrieben. "Wow, das ist ja klasse!", freut sich Lukas' Mutter und drückt ihn ganz fest. "Jetzt hast du bestimmt das Gefühl, du könntest Berge versetzen, oder?" Lukas guckt sie irritiert an: "Berge versetzen? Wieso das denn? Das kann doch keiner!"

Die Redewendung "Berge versetzen zu können" hat ihren Ursprung im Neuen Testament (1. Kor. 13,2) der Bibel, denn dort steht: "Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts."

Dieser Ausspruch findet sich auch in unserer heutigen Alltagssprache als Redensart wieder. Wenn wir heutzutage der Meinung sind Berge versetzen zu können, haben wir das tolle Gefühl etwas Großes leisten zu können. So, als könnten wir - bildlich gesprochen - sogar große Berge versetzen!

Redewendung, Sprache, Grammatik
Sprache
Redewendungen
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