Redewendung Auf den Keks gehen

Auf den Keks gehen

Michelle würde gerne wissen, woher die Redewendung "auf den Keks gehen" kommt. Hier der Versuch einer Antwort:

Manuel und Christian unterhalten sich über einige Mädchen in ihrer Klasse. Manuel sagt etwas abfällig: "Jenny und ihre Freundinnen sind ganz schön eingebildet. Die kommen sich so erwachsen vor, das geht mir total auf den Keks!" Manuel gehen die Mädchen mit ihrem Gehabe also ziemlich auf die Nerven.

Woher diese Redewendung stammt, ist leider nicht ganz klar. Fest steht, dass sie noch relativ neu ist und erst in den letzten dreißig Jahren populär wurde. Eine Erklärung könnte sein, dass der Begriff Keks vom englischen "cake" oder "fruitcake" her kommt, da man schon in den 1960er Jahren durchgeknallte, verrückte Personen so bezeichnete. Diese Wortähnlichkeit erklärt zumindest den damit verwandten deutschen Ausdruck "einen weichen Keks haben", der besagt, dass jemand nicht recht bei Verstand ist. Auch hier besteht also ein Zusammenhang zwischen einem bröseligen Keks und dem Kopf beziehungsweise den Nerven. Möglicherweise wurde aus dem Verrückten, der "einen weichen Keks hat", später dann eine Person, die einem "auf den Keks geht".

Redewendung, Sprache, Grammatik
Sprache
Redewendungen
Bei vielen Redewendungen haben wir sofort ein schräges Bild im Kopf. Grund genug, die geflügelten Worte genauer "unter die Lupe zu nehmen". Woher kommen diese Phrasen und was bedeuten sie? Hier findet ihr eine Übersicht bekannter Redewendungen
GEOlino-Newsletter