Redewendung Einen Haken haben

Einen Haken haben

"Was? Ein Handyvertrag für nur fünf Euro im Monat? Die Sache muss einen Haken haben", meint Maxis Vater abweisend. Maxi versucht gerade, ihre Eltern davon zu überzeugen, dass sie unbedingt ein Handy braucht. Sie hat gerade eine tolle Werbung gesehen, in der ein klasse Angebot angepriesen wurde. Doch ihre Eltern sind skeptisch und denken, dass in der Werbung die Nachteile des Angebots verschwiegen werden. Die stehen nur im Kleingedruckten.

Genau das bedeutet "einen Haken haben": ein verborgenes, auf den ersten Blick nicht erkennbares Problem beinhalten. Wenn es in der Handywerbung also heißt, dass der monatliche Grundpreis bei fünf Euro liegt, dass man aber mindestens 20 Euro monatlich abtelefonieren muss - dann hat die Sache einen gewaltigen Haken.

Die Redewendung "einen Haken haben" ist sehr alt und war schon im Mittelhochdeutschen gebräuchlich. Mittelhochdeutsch wurde im Hochmittelalter in der Zeit von etwa 1050 bis 1350 gesprochen. Man vermutet, dass der "Haken an einer Sache" auf das Angeln zurückgeht. Der Ausdruck bezieht sich bildlich auf den Haken im Köder einer Angel, der für den Fisch nicht sichtbar ist und ihm zum Verhängnis werden kann, wenn er sich vom Köder anlocken lässt und zubeißt.

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