Redewendung Mit Schmackes

Mit Schmackes
Wenn man etwas mit Schmackes tut, dann hat man viel Elan - Wie zum Beispiel dieser Junge, der mit ordentlich Schwung auf das Trampolin springt

"Na los, komm schon auf unser Trampolin", ruft Jonas aufgeregt seinem Cousin zu, der zu Besuch ist, "Aber du musst mit richtig Schmackes draufspringen. Dann fliegst du richtig hoch in die Luft!".

Aber was ist bitte "Schmackes"? "Mit Schmackes" heißt so viel wie "mit viel Kraft, Wucht oder Schwung". Der Ausdruck ist besonders im Rheinland verbreitet, aber auch in anderen Gegenden Deutschlands bekannt. Die genaue Herkunft des Ausdrucks ist unklar, aber man geht davon aus, dass es sich um eine Abwandlung des lautmalerischen Wortes "smacken" handelt.

Ein lautmalendes Wort (Wissenschaftler sprechen auch von Onomatopoesie) ist ein Wort, das so klingt wie das, was es beschreibt: Ein schönes Beispiel ist ein Vogel, der genau so ruft, wie er heißt: Kuckuck. Aber auch bei den Wörtern "zischen", "rauschen" oder "summen" kann man sich gleich vorstellen, welche Art von Geräusch gemeint ist. Bei dem Wort "schmacken" kann man sich gut ein knallendes Geräusch vorstellen. Und aus "smacken" für "zuknallen" wurde dann irgendwann "Schmackes".

Redewendung, Sprache, Grammatik
Sprache
Redewendungen
Bei vielen Redewendungen haben wir sofort ein schräges Bild im Kopf. Grund genug, die geflügelten Worte genauer "unter die Lupe zu nehmen". Woher kommen diese Phrasen und was bedeuten sie? Hier findet ihr eine Übersicht bekannter Redewendungen
GEOlino-Newsletter