Redewendung Blaues Blut in den Adern haben

Blaues Blut in den Adern haben

Sabine kommt wütend nach hause gestürzt: "Mutter, du glaubst nicht, was mein Lehrer mir heute angetan hat", ruft sie, noch bevor das Zimmermädchen ihr aus der Jacke helfen kann. Ihre Stimme hallt laut durch die große Empfangshalle der alten Villa. "Er hat mich aufgefordert, die Tafel zu wischen! Er hat mich behandelt wie ein gewöhnliches Mädchen. Dabei habe ich doch blaues Blut in den Adern!"

Jemand, der "blaues Blut in den Adern hat", ist von adeliger Herkunft. Bei den Adeligen, die niemals bei glühender Sonne auf dem Feld arbeiten mussten, waren die Adern unter der blassen Haut nämlich deutlicher sichtbar, als bei den Bauern. Deshalb galt Blässe damals auch als vornehm!

Redewendung, Sprache, Grammatik
Sprache
Redewendungen
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