Redewendung Da beißt die Maus keinen Faden ab

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Die Stimmung in der Firma "Meyer, Maier und Meier GmbH" ist gedrückt. Fassungslos starren die Mitglieder des Aufsichtsrats auf die Zahlen des letzten Halbjahrs. Über 30 Prozent Verlust! "Das kann so nicht mehr weitergehen", wendet sich Eduard Meyer mit ernster Stimme an die versammelte Runde. "Wir werden überall einsparen müssen. Da beißt die Maus keinen Faden ab."

Immer dann, wenn eine Sache unabänderlich ist, wenn kein Weg mehr daran vorbei führt, berufen sich Menschen auf dieses seltsame Sprichwort. Erklärungen, woher die Redewendung ursprünglich stammt, gibt es so einige.

Manche sehen ihren Ursprung in der Tiergeschichte "Der Löwe und das Mäuschen" des altgriechischen Fabeldichters Aesop. Darin rettet eine Maus einen gefangenen Löwen, indem sie das Netz zernagt, in dem er gefangen gehalten wurde.

Vor allem im Alpenraum führt man den Ausspruch dagegen auf die Heilige Gertrud von Nivelles zurück. Der Legende nach bekämpfte sie eine Mäuseplage allein durch ihr Gebet. Die Nagetiere hatten die Heilige bei der Handarbeit gestört und ihren Spinnfaden durchgebissen.

Der Duden dagegen hält eine andere Erklärung für wahrscheinlicher: Angeblich stammt der Ausspruch von einem Schneider. Dieser wollte seinen Kunden versichern, dass deren Stoffe sicher bei ihm aufgehoben seien. Anders gesagt: dass sich kein hungriger Mäusezahn an den Stoffen vergreifen könne.

Ganz genau lässt sich der Ursprung dieser Redewendung nicht mehr nachvollziehen. Da beißt die Maus keinen Faden ab ...

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