Redewendung Zur Salzsäule erstarren

Manchmal erstarren wir, zum Glück nur redensartlich, zur Salzsäule! Was es mit der Redewendung auf sich hat, erklären wir euch hier
Zur Salzsäule erstarren

Wie jeden Morgen trägt Philipp Zeitungen aus. Verschlafen läuft er durch den Vorgarten zu einem Einfamilienhaus und stopft die Zeitung in den Briefkasten.

Als er sich umdreht, erstarrt er zur Salzsäule: Vor ihm steht ein riesiger Schäferhund und bleckt die Zähne. Im gleichen Moment öffnet sich die Haustür in Philipps Rücken und ein älterer Herr nimmt den Hund an die Leine. "Na komm, Hasso, der Junge bringt uns doch nur die Zeitung." Als die beiden um die Ecke verschwinden, löst sich Philipp langsam aus seiner Starre. Das war knapp!

Zur Salzsäule erstarrt, wer vor Schreck oder Entsetzen wie angewurzelt stehen bleibt und sich nicht mehr bewegt. Der Auslöser für den Schockzustand kann eine unerwartete Begegnung, aber auch ein besonderes Ereignis oder eine schockierende Nachricht sein.

Wie die Redewendung "Zur Salzsäure erstarren" entstand

Ihren Ursprung hat die Redewendung in der Bibel. Das 1. Buch Mose 19,26 beschreibt die Flucht Lots und seiner Familie aus der brennenden Stadt Sodom. Gott verbietet ihnen sich nach der lasterhaften Stadt umzudrehen. Lots Frau tut es dennoch - und erstarrt zur Salzsäule.

Redewendung, Sprache, Grammatik
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Redewendungen
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