Redewendung Vernagelt sein

Lukas hat ein Klettergerüst zum Geburtstag geschenkt bekommen. Das soll nun sein Vater für ihn im Garten aufbauen. Aber nach Stunden liegt nur ein Haufen Stangen auf dem Rasen. Da kommt zufällig Lukas' Onkel zu Besuch. "Liest du dir die Aufbauanleitung gar nicht durch?" Lukas Vater antwortet verzweifelt. "Ich lese die Beschreibung immer wieder durch. Aber ich verstehe sie nicht. Ich glaube, ich bin heute vernagelt." Jetzt ist für Lukas alles klar: Seinem Vater fehlen Nägel. Oder doch nicht?

Vernagelt sein

Die Redewendung geht auf eine Schlacht zurück. Man erzählt sich, dass es eines Tages Reitern, trotz großer Gefahr gelang, heimlich an die Kanonen der Gegner zu kommen. Die Reiter nahmen große Nägel und schlugen sie mit einem Hammer in die Zündlöcher der Kanonen. Als die Kanoniere auf ihre Feinde schießen wollten, ging dies nicht, da die Zündlöcher verstopft waren und so das Pulver nicht entzündet werden konnte. Die Kanonen waren nutzlos, da man die Nägel nicht schnell genug heraus bekam.

Seither sagt man zu einer Person, die nichts begreift oder der nichts einfällt, sie sei vernagelt. Denn aus der Person kommt wie bei den Kanonen nichts heraus.

Genauso geht es Lukas Vater. An diesem Tag begreift er die Bauanleitung für das Gerüst nicht.

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