Redewendung Bauklötze staunen

Bauklötze staunen

Wenn jemand Bauklötze staunt, ist er sehr überrascht und kriegt die Augen nicht mehr zu

Simon besucht zusammen mit seiner besten Freundin Lea den neuen Spielwarenladen. Lea ist begeistert von der großen Auswahl an Schlümpfen. Als Simon sieht, wie sehr sich Lea freut, hat er eine Idee. Er hat doch eine große Sammlung an ganz besonderen und seltenen Exemplaren. Er möchte Lea einen Schlumpf davon schenken und lädt sie zu sich nach Hause ein. Ganz stolz zeigt Simon ihr sein Schlumpfenland. Und Lea staunt Bauklötze. Bauklötze?

Bauklötze staunen

Lea staunt Bauklötze

Die Redewendung "Bauklötze staunen" ist erstmals im frühen 20. Jahrhundert in Berlin aufgekommen. Dort sagte man "Jlotzen machen", wobei "Jlotzen" eine Kurzform von "Jlotzoogen" ist. Beides bedeutet im Hochdeutschen so viel wie "Glotzaugen". Aus "Jlotzen machen" wurde im Laufe der Zeit "Jlotzen staunen", bis auch "Jlotzen" schließlich durch das fränkische Wort "Klozzer" ersetzt wurde. Nach vielen Jahren der Überlieferung, bei der der Ursprung der Redewendung in Vergessenheit geraten ist, hat sich die Formulierung in unserer jetziges "Bauklötze staunen" entwickelt.

Die Redensart "Bauklötze staunen" ist also aus dem Ausspruch "Glotzaugen machen" entstanden. Noch heute staunen wir Bauklötze, wenn wir unseren Augen nicht trauen wollen.

Auch Lea freut sich so sehr über die Schlümpfe, dass sie Bauklötze staunt.

Redewendung, Sprache, Grammatik
Sprache
Redewendungen
Wir nehmen die geflügelten Worte genauer "unter die Lupe". Woher kommen die Phrasen und was bedeuten sie? Hier findet ihr eine Übersicht bekannter Redewendungen
GEOlino-Newsletter