Redewendung Wie Pech und Schwefel

Im Mittelalter glaubten die Menschen fest an die Existenz der Hölle, in der Pech und Schwefel brennen. Zusammen bilden die beiden Substanzen ein extrem entzündliches Gemisch..

Lukas versinkt während der Mathestunde hinter seinem Tisch. Seine Lehrerin geht durch die Reihen und kontrolliert die Hausaufgaben. Erst als Susanne der Lehrerin petzt, Lukas habe seine Arbeit bestimmt wieder nicht gemacht, wird sie auf ihn aufmerksam. Mit hochrotem Kopf sucht Lukas nach einer Entschuldigung.

Da schiebt ihm seine beste Freundin Nicole ihr Matheheft unter dem Tisch zu. Voller Stolz kann Lukas nun seine Hausaufgaben präsentieren. Während er von der Mathelehrerin gelobt wird, flüstert Susanne wütend, "Die beiden halten doch zusammen wie Pech und Schwefel."

Pech? Die beiden haben doch ein großes Glück, so einen guten Freund zu haben.

Bedeutung der Redenwendung "Wie Pech und Schwefel":

Wie Pech und Schwefel

Mit der Redewendung "Wie Pech und Schwefel" verbinden wir die Vorstellung von zwei Freunden, die wie Nicole und Lukas immer zu einander stehen. Der Ursprung der Redensart ist verblüffend. Im Mittelalter glaubten die Menschen fest an die Existenz der Hölle, in der Pech und Schwefel brennen. Zusammen bilden die beiden Substanzen ein extrem entzündliches Gemisch, dessen Zusammenhalt durch die klebrige Konsistenz des Pechs entsteht.

Im heutigen Sprachgebrauch ist der Bezug zur Hölle nicht mehr zu erkennen. Die Redewendung ist vielmehr positiv besetzt und beschreibt zwei unzertrennliche Menschen, die sprichwörtlich für einander durchs Feuer gehen.

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