Redewendung Danach kräht kein Hahn

Bei ihrem Biologie-Referat verliert Manu plötzlich den Faden. Herr Ludwig, der ihr weiterhelfen will, fragt nach, wie das denn eigentlich sei mit der Photosynthese. Das bringt die ahnungslose Manu nun völlig aus der Fassung. Das Mädchen beginnt zu weinen. "Ist schon gut", tröstet ihre Freundin Svea sie später. "Du wirst sehen, morgen kräht kein Hahn mehr danach."

Danach kräht kein Hahn

Sprichwörtlich kräht der Hahn nur, wenn etwas von Bedeutung ist

"Weshalb denn Hahn?", schluchzt Manu.

Die Redewendung ist etwa seit dem 15. Jahrhundert gebräuchlich. Es wird vermutet, dass es einen Zusammenhang zu einem Buch aus dem Neuen Testament gibt. In einer der Erzählungen leugnet der Apostel Petrus seine Zugehörigkeit zu Jesus dreimal. Jedem Verrat folgt das Krähen eines Hahnes. Das sprachliche Bild "danach kräht kein Hahn mehr" wird gebraucht, um den Umkehrschluss zu bezeichnen: Fehlt es einer Sache oder Person an Bedeutung, kräht ihr auch kein Hahn hinterher.

"In den nächsten Tagen werden die anderen deinen Tränenausbruch schon wieder vergessen haben", beruhigt Svea ihre Freundin erneut.

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