Redewendung Da haben wir den Salat

Mist! Alle Zutaten sind anstatt in der Pfanne auf dem Boden gelandet. "Da haben wir den Salat". Warum mit dieser Aussage aber nur selten auch Salat gemeint ist, verraten wir euch hier
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Warum man von Salat spricht, ist ganz einfach: Ein Salat ist ein großes, buntes Chaos

"Stell' doch schon mal die Nudeln auf den Tisch, ich kümmere mich um die Sauce", meint Stina. Melanie und sie haben heute zusammen Spaghetti gekocht und wollen jetzt essen. Die Tomatensauce duftet schon verlockend, und die Nudeln dampfen im Topf. "Alles klar, mache ich!", antwortet Melanie und hebt den Topf vom Herd. Allerdings hat sie unterschätzt, wie schwer der Topf ist. Sie kann nur noch kurz "Hilfe!" rufen, dann kippt die Nudelmasse bereits vornüber und die Spaghetti landen auf dem Küchenboden.

"Oh nein!", ruft Stina. "Unser schönes Essen! Jetzt haben wir den Salat!"

"Wieso Salat?", fragt Melanie. "Es sind doch Nudeln."

Nein, Melanie hat keinen Salat und auch keinen Nudelsalat verschüttet. Mit der Redewendung "Jetzt haben wir den Salat" oder "„Da haben wir den Salat!" will Stina ausdrücken, dass eine Situation unangenehm ist und die beiden jetzt in einem Schlamassel, also einer doofen Lage, stecken: Das Essen ist hinüber und die Küche ein Chaos. Warum man dabei sprichwörtlich von Salat und nicht etwa von den Nudeln spricht, ist ganz einfach: Ein Salat besteht aus vielen Zutaten, die durcheinander gemischt sind. Also sozusagen einem großen, bunten Chaos.

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