Redewendung Drei Kreuze machen

Wenn jemand sprichwörtlich drei Kreuze macht, ist er sehr froh und erleichtert, dass etwas vorbei ist. Erfahrt hier, woher diese Redewendung stammt

Sven sitzt am Schreibtisch über seinen Schulbüchern: Er lässt den Kopf hängen, ist blass und seine Augen sind vor Müdigkeit ganz klein. "Willst du nicht mal eine Pause machen?", fragt seine Mutter und streichelt ihm über den Kopf. "Ich kann nicht, Mama. Morgen schreiben wir eine wichtige Arbeit, außerdem muss ich noch Hausaufgaben in Mathe machen und ein Gedicht auswendig lernen!", quengelt Sven. "Oh Mann, ihr habt aber auch viel zu tun", sagt seine Mutter besorgt. "Ja, wirklich! Ich mach' drei Kreuze, wenn in einer Woche endlich die Ferien beginnen!"

Sven möchte mit dieser Redewendung ausdrücken, dass er sehr froh und erleichtert sein wird, wenn die Schule vorbei ist und er endlich Ferien hat. Dieser Ausspruch ist darauf zurückzuführen, dass gläubige Katholiken ein Dankesgebet sprechen, wenn sie unangenehmen Situationen unbeschadet entkommen sind. Während des Gebets bekreuzigen sie sich, indem sie mit der offenen Hand zuerst ihre Stirn berühren, dann führen sie ihre Hand runter bis zur Brust und berühren zuerst die linke Brusthälfte und dann die rechte.

Das viele Lernen hat sich für Sven ausgezahlt: Er hat eine gute Note in der Klassenarbeit geschrieben, die richtigen Lösungen in Mathe gefunden und das Gedicht toll vorgetragen. Als Belohnung hat seine Mutter ihn an seinem ersten Ferientag zum Eisessen eingeladen. "Das habe ich mir jetzt aber auch wirklich verdient!", grinst Sven, als er genüsslich sein Erdbeereis schleckt.

Drei Kreuze machen

Der Ausspruch "drei Kreuze machen" lässt sich auf das Dankesgebet gläubiger Katholiken zurückführen

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