Redewendung Schmalhans ist Küchenmeister

Wenn sprichwörtlich Schmalhans Küchenmeister ist, sind die Nahrungsmittel knapp. Erfahrt hier, was es mit dieser Redewendung auf sich hat

Yvonne knurrt ordentlich der Magen, als sie aus der Schule nach Hause kommt. "Hallo Mama! Was gibt es heute zu essen?", fragt sie. "Ich hatte heute keine Zeit etwas einzukaufen. Du musst mal gucken, was noch im Kühlschrank ist", antwortet ihre Mutter. "Oh nein! Ich habe so Appetit auf etwas Warmes. Soll ich jetzt verhungern?", jammert Yvonne. "Tja, heute ist Schmalhans Küchenmeister", brummt ihre Mutter und zuckt mit den Schultern.

Die Mutter möchte mit dieser Redewendung deutlich machen, dass es an dem Tag nichts Warmes zu essen gibt und dass die Vorräte knapp sind. Aber wer ist eigentlich Schmalhans? Früher galt ein schlanker Koch als Zeichen für schlechte Küche oder geizige Dienstherren. Der "schmale Hans" als Koch war deshalb ein Bild für "Hunger" oder "Ungastlichkeit". Diesen Ausdruck gibt es übrigens schon seit dem 16. Jahrhundert!

Yvonne konnte sich aus den Resten im Kühlschrank ein köstliches Mittagessen zaubern: Ein Brot mit Gurke und Tomate, dazu ein Joghurt mit Erdbeeren. "Siehst du", sagt ihre Mutter "Das war doch lecker und du beklagst dich! In anderen Ländern der Welt hungern die Menschen nämlich wirklich und wären froh über die Mahlzeit, über die du dich beschwerst!"

Schmalhans ist Küchenmeister

Früher galt ein schlanker Koch als Zeichen für schlechte Küche

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