Redewendung In Sack und Asche gehen

Die Redewendung "In Sack und Asche gehen" geht zurück auf einen altorientalischen Brauch. Wir erklären euch, was genau es damit auf sich hat

Der örtliche Fußballverein in Christians Heimat hat mal wieder ein wichtiges Spiel vor sich. Bisher verlief die aktuelle Saison gar nicht gut und sie müssen unbedingt gewinnen. Christian ist bei den Heimspielen auch immer dabei und schaut sie sich gemeinsam mit seinem Vater an. Doch das Spiel verläuft katastrophal für ihre Mannschaft. Nach dem Spiel beobachten die beiden, wie die Spieler allesamt wütend und diskutierend den Platz verlassen. „Der Schiedsrichter hat mal wieder total ungerecht gehandelt!“, schimpfen die meisten von ihnen.

"Na das ist ja mal wieder typisch", meint Christians Vater. "Eigentlich müssten die Jungs in Sack und Asche den Platz verlassen. Aber stattdessen schieben sie die Schuld lieber auf den Schiedsrichter." "Ja, sie haben überhaupt nicht zusammengespielt. So wird das doch nichts!", meint auch Christian. "Doch was genau meinst du denn mit ‚in Sack und Asche gehen‘?", fragt er seinen Vater.

Die Redewendung "In Sack und Asche gehen" geht auf das Alte Testament zurück. Dort wird von dem altorientalischen Brauch berichtet, den Tod eines nahe stehenden Menschen zu betrauern, indem man sich Asche auf die Haare streut und in altes, grobes Tuch kleidet. Anstatt schimpfend den Platz zu verlassen und die Schuld beim Schiedsrichter zu suchen, hätte die Mannschaft eher trauern müssen. Denn ein weiteres Spiel ist verloren und es wird langsam eng für den Verein.

Christans Vater, der sich neben der Arbeit sehr für den örtlichen Verein einsetzt, hat sich die Jungs später in der Kabine nochmal vorgeknöpft. Nach einer kurzen Standpauke haben sie eingesehen, dass sie auch einige Fehler gemacht haben. Später waren sie sogar eifrig dabei, mögliche neue Spielzüge zu besprechen, um die nächsten Spiele endlich wieder zu gewinnen.

In Sack und Asche gehen

Früher rieben sich die Menschen Asche in das Haar, um ihre Trauer zu zeigen

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