Redewendung Jemandem blauen Dunst vormachen

Wenn man etwas anders darstellt, um so bei jemandem falsche Vorstellungen zu erwecken, dann macht man dieser Person blauen Dunst vor. Hier erfahrt ihr, woher diese Redewendung stammt

Seit einigen Wochen haben Hendrik und Tanja eine neue Mitschülerin. Maren ist sofort bei allen beliebt. Ständig erzählt sie von den vielen Reisen und Abenteuern, die sie schon mit ihren Eltern unternommen hat. Die Schüler hängen alle an ihren Lippen.

Nur Tanja findet die Geschichten von Maren ziemlich übertrieben. Als Maren anfängt, ihre Beliebtheit bei den anderen Schülern auszunutzen, mischt sich Tanja ein. "Ist dir schon mal der Gedanke gekommen, dass Maren das vielleicht alles nur erfindet?", fragt sie Hendrik, als dieser gerade die Mathe-Hausaufgaben für Maren macht. "Wie kommst du denn darauf?", fragt er verdutzt. "Na überleg doch mal, alle sind so begeistert von ihren Geschichten und sie nutzt es total aus. Du machst sogar schon ihre Hausaufgaben.", antwortet Tanja. "Die macht uns doch nur blauen Dunst vor mit ihren aufregenden Geschichten!"

Wenn man jemandem blauen Dunst vormacht, dann stellt man etwas falsch dar. So dass sich der andere falsche Vorstellungen oder Hoffnungen macht. Diese Redewendung entstand im Zusammenhang mit Zauberern, die früher bei ihren Vorstellungen blauen Rauch aufsteigen ließen. So vernebelten sie ihren Zuschauern die Sicht, damit sie die Zaubertricks nicht mehr allzu genau beobachten konnten.

Nach der Schule stellt Tanja Maren zur Rede. Maren gibt kleinlaut zu, dass sie an vielen Stellen geflunkert hat. Doch sie verspricht, bei ihren Geschichten in Zukunft bei der Wahrheit zu bleiben.

Jemandem blauen Dunst vormachen

Mit blauem Dunst vernebelten Zauberer früher die Sicht ihrer Zuschauer. So kam niemand hinter ihre Tricks

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