Redewendung Heulen wie ein Schlosshund

Zu einer laut und heftig weinenden Person sagt man oft, sie heule wie ein Schlosshund. Wir erklären euch, woher dieser Vergleich kommt
Heulen wie ein Schlosshund

Das Heulen eines Schlosshundes ist auch in weiter Ferne noch hörbar

Lissy ist wütend auf ihre Mutter. Eigentlich wollte sie heute mit ihr ins Kino fahren. Lissy hatte sich schon den ganzen Tag drauf gefreut, doch nun hat ihre Mutter doch keine Zeit mehr. Sie muss spontan eine Kollegin vertreten, die erkrankt ist. In der Hoffnung, sie doch noch zu überzeugen, macht Lissy ein riesiges Theater, jammert, weint und stampft mit den Füßen. "Du hast es mir doch versprochen! Ich hab mich so darauf gefreut!", weint sie.

Nach kurzer Zeit kommt Opa Jan in die Küche. "Was ist denn hier los?", will er wissen. Nachdem Lissy ihm alles erzählt hat, ruft er lachend: "Lissy, du heulst ja wie ein Schlosshund! Ich habe dich sogar draußen im Garten gehört."

Lissy fühlt sich etwas gekränkt. Doch dann ist ihre Neugier stärker. "Wieso denn wie ein Schlosshund?", will sie wissen.

Die Redewendung "heulen wie ein Schlosshund" bezieht sich auf den bildlichen Vergleich eines heulenden Hundes, dessen lang gezogenen Laute - von der Anhöhe eines Schlosses aus - auch in weiter Ferne hörbar sind. Opa Jan hat Lissys lautes und heftiges Weinen sogar von seinem schattigen Plätzchen hinten im Garten hören können.

Doch Lissy hat Glück. Ihr Opa möchte den Film zufällig auch sehen und hat sich daher bereiterklärt, mit ihr ins Kino zu fahren. Dafür musste sie ihm aber versprechen, nächstes Mal nicht wieder so ein Theater zu machen und wie ein Schlosshund zu heulen.

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