Redewendung Keinen Pfifferling auf etwas geben

Wer keinen Pfifferling auf etwas gibt, in dessen Augen ist die Angelegenheit geradezu wertlos. Doch wieso spricht man da ausgerechnet vom Pfifferling?

Eigentlich verstand sich Luisa immer sehr gut mit ihrer kleinen Schwester Jana. Wenn die mal ein Problem hatte, konnte sie sich bei Luisa immer Rat holen - egal zu welchem Thema. Doch in letzter Zeit kommt es immer häufiger zu Streitereien. Wenn Luisa ihrer kleinen Schwester bei etwas helfen will, reagiert die sofort genervt. "Oh man Luisa, du weißt auch immer alles besser. Deine Meinung dazu musst du mir nicht immer auf die Nase binden!", meckert Jana.

Luisa ist total verdutzt über die Reaktion ihrer kleinen Schwester: "Jana ist zur Zeit ständig genervt von mir", beklagt sie sich bei Oma Hannah. "Früher wollte sie immer meine Meinung zu allem und jetzt gibt sie anscheinend keinen Pfifferling mehr darauf."

Die Redewendung "keinen Pfifferling auf etwas geben", geht darauf zurück, dass der Pfifferling früher zu den am häufigsten vorkommenden Pilzsorten gehörte und daher sehr billig - fast schon wertlos - war. Luisa hat das Gefühl, dass ihre Meinung in Janas Augen nichts mehr wert ist, nicht mal mehr einen Pfifferling.

Ihre Oma Hannah hat Luisa den Ratschlag gegeben, Jana erst einmal in Ruhe zu lassen. "Wenn sie deine Meinung wissen möchte, wird sie sich schon bei dir melden", beruhigt sie ihre Enkelin. "Kleine Geschwister wollen auch selbstständig sein und nicht ständig von der älteren Schwester umsorgt werden. Das ist ganz normal und war bei meiner kleinen Schwester und mir damals nicht anders.", lacht sie.

Keinen Pfifferling auf etwas geben

Pfifferlinge: heutzutage ziemlich teuer, früher beinahe wertlos. Da sieht man mal, wie lange es diese Redewendung schon gibt

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