Redewendung Futsch ist futsch

Manchmal können wir es nicht ändern - etwas ist futsch. Warum das so heißt, erfahrt ihr hier
Futsch ist futsch

Elsa und ihre Familie stehen auf der Aussichtsplattform und schauen den Berg hinunter. "Oh nein", ruft Elsa erschrocken, "mein Stein!" Ihr gerade gefundener Kieselstein ist ihr aus der Hand gerutscht. Klackernd fällt er den Abhang herab. "Den kannst du vergessen", wirft ihr Bruder Tom ein, "futsch ist futsch." "Was ist denn futsch für ein komisches Wort?", findet Elsa.

Das Wort "futsch" taucht seit dem 18. Jahrhundert in der deutschen Sprache auf und bedeutet so viel wie "kaputt" oder "verloren gegangen". Wahrscheinlich kommt es aus verschiedenen Schweizer Dialekten: Dort heißt futsch "rutschen" oder "gleiten".

Die Redewendung ist der Refrain des alten Wanderliedes "Bin ein fahrender Gesell" von Rudolf Baumbach. Wandersleute zogen früher von einem Ort zum anderen. Über einen Abschied lange traurig zu sein, konnten sie sich nicht leisten - sie wären dann ständig traurig unterwegs.

In dem Lied lautet die erste Strophe:

Bin ein fahrender Gesell,

Kenne keine Sorgen,

Labt mich heut' ein Felsenquell,

Tut es Rheinwein morgen.

...

Nur immer lustig Blut und leichter Sinn,

ja, futsch ist futsch und hin ist hin!

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