Redewendung Wolf im Schafspelz

Eigentlich sind Wölfe friedliche Tiere, trotzdem dreht sich in dieser Redewendung wieder alles um den großen, bösen Wolf. Lest es hier
Wolf im Schafspelz

Es geht auch umgekehrt: Ein unschuldiges Schaf verkleidet sich als böser Wolf

Caro und Mia spielen heute zusammen. Mias kleiner Bruder Alex ist auch da. Er begrüßt Caro freundlich und gibt ihr die Hand. "Wow, dein Bruder ist ja richtig gut erzogen. Mein Bruder hat nur Unsinn im Kopf und klaut immer meine Socken.", sagt Caro verärgert. "Der und gut erzogen? Nimm dich bloß in Acht. Das ist ein Wolf im Schafspelz.", antwortet Mia. "Wolf im Schafspelz? Das hab' ich noch nie gehört. Was meinst du damit?", fragt Caro neugierig.

Wie die Redewendung entstand

Diese Redewendung geht auf die Bibel zurück. Im Neuen Testament heißt es: "Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe." Das ist bildlich gemeint.

Eine Person, böse wie ein Wolf, verkleidet sich als unschuldiges Schaf, um nicht als böse erkannt zu werden. Mia meint also, dass ihr Bruder zwar lieb aussieht, das aber gar nicht der Wahrheit entspricht.

Als Mia ihre Zimmertür öffnet, kippt ein Schwall Wasser über sie. "Alex! Na warte, wenn ich dich in die Finger kriege!", ruft sie zornig. Ihr Bruder hat einen Eimer voller Wasser über der Tür angebracht, sodass er beim Öffnen auf sie gekippt ist. Mia wischt sich Wasser aus dem Gesicht.

"Weißt du jetzt, was ich meine?", fragt sie. Aus dem Zimmer des kleinen Streichespielers hört man ein leises Kichern. Die Mädchen stürmen in sein Zimmer und kitzeln den Frechdachs zur Strafe durch.

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Redewendungen
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