Redewendung Auf dem Teppich bleiben

Auf dem Teppich bleiben

Wenn jemand auf dem Teppich bleibt, ist er gefasst

"Verflixt und zugenäht!", ruft Sonja zornig und stampft hart mit dem Fuß auf den Boden. Sie steht mal wieder vor ihrem Radio und drückt wild auf den vielen Knöpfen herum. Seit mehreren Wochen ist der Empfang in ihrem Zimmer schon gestört und es kommt nur lautes Rauschen aus den Lautsprechern. Wütend läuft Sonja die Treppe ins Wohnzimmer hinauf und sagt zu ihrem Vater: "Wenn dieses Radio noch einmal anfängt zu rauschen, dann werfe ich es auf den Müll!"

Sonjas Vater blickt von seiner Zeitung auf und schaut sie verblüfft an: "Jetzt bleib aber mal auf dem Teppich, junge Dame! Es ist doch nicht die Schuld des Radios, dass der Empfang schlecht ist." Sonja überlegt kurz und wundert sich, was wohl der Teppich mit ihrem Radioempfang zu tun haben könnte...

Die Redewendung "Auf dem Teppich bleiben" kann unterschiedliche Bedeutungen haben. Zum einen drückt man damit aus, dass jemand die Bodenhaftigkeit behalten soll: Auch wenn es gerade super läuft, sollte man immer im Hinterkopf behalten, dass es auch ganz schnell wieder bergab gehen kann. Zum anderen kann die Redewendung bedeuten, dass man bei einem Missgeschick oder einer schlechten Nachricht nicht gleich explodieren, sondern es besser mit Fassung tragen sollte. Sonja ist dafür ein gutes Beispiel.

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