Redewendung Dorn im Auge sein

Die Redewendung "Jemandem ein Dorn im Auge sein" heißt nichts Gutes. Ist jemand ärgerlich und sauer auf einen anderen, ist er ihm ein Dorn im Auge. Erfahrt hier, woher dieser Satz stammt
Dorn im Auge sein

Ist jemand ärgerlich und sauer auf einen anderen, ist er ihm ein Dorn im Auge

Jakob und sein Vater machen gerade einen schönen Sonntagsspaziergang. Als sie am Sportplatz vorbei kommen, hören sie schon von weitem lautes Geschrei. Drei Jungen raufen heftig miteinander. "Was ist denn da los?", fragt Jakobs Vater. Sie gehen ein paar Schritte näher ran, um zu sehen, was los ist. "Ach, das sind die Chaoten aus meiner Parallelklasse.", sagt Jakob genervt zu seinem Vater. "Aha. Sag' mal, ist der eine nicht Leon, der dich einmal auf dem Schulhof so gehänselt hat?" "Ja, genau, das ist er.", antwortet Jakob mit leiser Stimme und senkt vor Scham seinen Kopf. Sein Vater scheint etwas sauer zu sein: " Dieser Leon ist mir schon immer ein Dorn im Auge gewesen!" Jakob ist verwirrt: " Papa, was bedeutet das mit dem Dorn im Auge?"

Diese Redewendung bezieht sich darauf, dass jemand einem anderen ein Ärgernis ist und ihn sauer macht. Der Spruch kommt ursprünglich aus der Bibel. Im Alten Testament der Bibel (4. Buch Mose, Kapitel 33, Vers 55) sagt Gott zu Moses und seinem Volk, dass sie aus Ägypten ausziehen und nach Kanaan gehen sollen. Er befiehlt ihnen, die Einwohner dort zu vertreiben. Falls sie das nicht tun, droht er ihnen: "Werdet ihr aber die Einwohner nicht vertreiben vor eurem Angesicht, so werden euch die, die ihr überbleiben lasset, zu Dornen werden in euren Augen (...)". Das bedeutet in etwa, dass Mose und sein Volk sich auf die Einwohner in Kanaan nicht einlassen sollen. Vertreiben Sie nicht alle, werden die übrigen ihnen Ärger bereiten – so wie Dornen in ihren Augen.

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