Mäandertrüffel

Unterirdischer Leckerbissen

Trüffel sind etwas für Feinschmecker. Sie haben einen unvergleichlichen Geschmack und werden in teuren Restaurants als Delikatesse angeboten. Trüffel sind besonders auch deshalb so teuer, weil sie so schwer zu finden sind. Auf einem Waldspaziergang werdet ihr sie höchstwahrscheinlich nicht zu Gesicht bekommen, da Trüffel unterirdisch wachsen.

Anders als die anderen Pilze bleibt ihr Fruchtkörper unter der Erde. Deshalb lassen die Menschen oft Hunde und Schweine wegen ihrer feinen Nase nach den Leckereien suchen. Einen Anhaltspunkt gibt es allerdings: Trüffel wachsen immer in der Nähe von Bäumen. Mit denen gehen sie nämlich eine Lebensgemeinschaft ein. Sie nehmen sich aus den Wurzeln der Bäume alle Nährstoffe, die sie brauchen, und geben im Gegenzug Wasser und andere Nährstoffe an die Bäume zurück. Weil die Trüffel unterirdisch wachsen, müssen sie sich auch anders vermehren als die meisten Pilze. Sie können ihre Sporen ja schließlich nicht einfach fallen lassen. Trüffel vermehren sich dadurch, dass sie von Tieren gefressen werden. Durch den Kot der Tiere werden die Sporen dann wieder an einer anderen Stelle ausgeschieden und können sich dort ansiedeln.

fa9c1b922767e8acb051b26f59686f8f

Mäandertrüffel, Choiromyces maeandriformis Vittadini, ist Pilz des Jahres 2001

GEOlino-Newsletter