Welches Tier passt zu dir?

Katze, Hund oder doch eher eine Schildkröte? Worauf du bei der Wahl deines zukünftigen Haustieres achten musst und was die Tiere brauchen, um sich bei dir wohl zu fühlen, sagt dir GEOlino
In diesem Artikel
Wellensittich: Immer nur im Team

Hund: Toben auch im Regen

Ein Hund kann ein echter Freund werden – wenn du genügend Zeit für ihn hast. Füttern, Gassigehen und Spielen dauern nämlich länger als gedacht. Denn ein Hund möchte wenigstens dreimal täglich durch den Park tollen – egal, ob es regnet, schneit oder die Sonne scheint. Ein Kurzsprint durch den Garten genügt ihm nicht. Für Futter, Versicherung und Tierarzt-Besuche solltest du 50 bis 100 Euro pro Monat zur Seite legen. Ganz wichtig: Ein Hund braucht auch mal strenge Worte! Wer sein Tier nicht erzieht und ihm Regeln beibringt, wird wenig Spaß mit ihm haben.

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Katze: Mag es sauber

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Katzen sind die Saubermänner unter den Haustieren. Stinkt ihre Toilettenstreu, machen sie nicht ins Katzenklo, sondern in die gut riechende Wohnzimmerecke. Auch aus einem dreckigen Napf fressen nur die wenigsten. Reinlichkeit ist deshalb oberstes Gebot. Damit sich die Mäusejäger richtig wohl fühlen, brauchen die meisten täglich Streicheleinheiten, jemanden, der mit ihnen spielt, und einen Kratzbaum, an dem sie ihre Krallen abwetzen können. Von Menschen lassen sich die Dickköpfe kaum etwas befehlen. Wundere dich also nicht, wenn deine Katze mal auf ihren Namen hört – und kurze Zeit später ihre Ohren „auf Durchzug“ stellt. Futter und Pflege kosten im Monat etwa 50 Euro.

Meerschweinchen: Im Nu zur Großfamilie

Wenn ein Meerschweinchen gluckst, ist es glücklich. Was die pflegeleichten Nager dafür brauchen? Einen großen Käfig mit sauberer Streu und Versteckmöglichkeiten, frisches Heu, Obst und Gemüse und mindestens einen Artgenossen. Du solltest darauf achten, dass die Krallen nicht zu lang werden und die Tiere bei ihren Entdeckungstouren durchs Zimmer nicht in Kabel beißen. Besonders wichtig: Kaum ein Nager vermehrt sich so schnell wie Meerschweinchen. Also pass auf, wen du zusammensperrst (am besten zwei Weibchen). Aus einem Paar kann in kürzester Zeit eine Großfamilie werden. Futterkosten für ein Tier: etwa acht Euro pro Monat.

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Wellensittich: Immer nur im Team

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"Lieber KEINEN statt nur EINEN", sollte es heißen, wenn ihr Wellensittiche als Haustiere haltet. Der Grund: Die kleinen Papageien sind Schwarmvögel. Allein vereinsamen sie. Als Pärchen dagegen zwitschern die Sittiche schon beim Sonnenaufgang und balzen auf der Gardinenstange. Trainingsflüge durchs Zimmer müssen ebenso sein wie ein großer Käfig mit Badehäuschen. Du darfst dich auch nicht ärgern, wenn die Vögel hier und da ein Häufchen deponieren oder den Gummibaum anknabbern. Zu zweit lassen sich die Schreihälse kaum dressieren; sprechen lernen übrigens nur Papageien, die sich langweilen. Die Ausgaben für Körner, Obst und Gemüse belaufen sich auf rund zehn Euro pro Monat.

Schildkröte: Als Spielkamerad ungeeignet

Schildkröten wollen nur eines: ihre Ruhe! Gestreichelt oder von einem Ort zum anderen getragen zu werden, das mögen die Tiere überhaupt nicht. Als Spielkameraden sind sie deshalb völlig ungeeignet. Wer sich dennoch einen Panzerträger zulegen möchte, muss Folgendes bedenken: Landschildkröten werden 20 Jahre alt und manche sogar noch viel älter. Sie sollten niemals frei im Zimmer herumlaufen. Die Tiere benötigen im Sommer ein Freigehege, zur kalten Jahreszeit fallen sie in eine Winterstarre, für die sie wiederum einen eigenen Kühlschrank oder Kellerraum brauchen. Und das sind nur zwei der vielen Voraussetzungen, die erfüllt werden müssen, um Landschildkröten artgerecht zu halten. Monatliche Kosten: etwa 50 Euro.

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Zierfisch: Spannend wie ein Unterwasserfilm

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Ein Aquarium mit tropischen Zierfischen ist genau das Richtige für all jene, die lieber zuschauen als kuscheln. Ganz ohne Arbeit gibt es den grandiosen Anblick blaurot- gestreifter Neon-Salmler aber dennoch nicht. Die Fische brauchen ein- bis zweimal pro Tag etwas zu fressen. Das Aquarium muss alle zwei bis drei Wochen gründlich gereinigt und die Wasserqualität regelmäßig überprüft werden. Bei der Frage, welche Fische und Pflanzen das Aquarium bevölkern sollen, fragst du am besten in einer Zoohandlung um Rat. Dort erfährst du auch, wie groß das Becken sein muss. Monatliche Kosten: etwa zehn Euro.

Eine zweite Chance für Tiere aus dem Heim

Wenn Tiere ein Zuhause suchen
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Zu frech, zu haarig, zu verfressen, zu lästig: Es gibt viele Gründe, warum Menschen ihre Haustiere nicht mehr haben wollen. GEOlino schaute sich in einem Tierheim für euch um
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